Am 26. Februar 2026 hielt Dr. Robert Prill an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) eine Abschlussvorlesung mit dem Titel: „From creating best evidence to clinical practice – a perfect world of research“. Anlass dieser Vorlesung war das erfolgreiche bilaterale Forschungsprojekt „Advancements in back to sport decision-making“, das von 2024 bis 2025 im Rahmen des DAAD-Programms „Projektbezogener Personenaustausch (PPP)“ durchgeführt wurde. Die MHB kooperierte mit der Medizinischen Universität Breslau (Wrocław Medical University), um evidenzbasierte Entscheidungsstrategien zur Rückkehr in den Sport nach einer vorderen Kreuzbandrekonstruktion (ACLR) zu entwickeln, wie MHB Fontane berichtet.

Das Projekt wurde unter der Leitung von Dr. Robert Prill und Prof. Dr. Aleksandra Królikowska realisiert und entwickelte sich zu einer bedeutenden Plattform für internationale Forschungskooperation. Ziel war es, gemeinsame Forschungsaktivitäten aufzubauen und den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Promotionsprojekte strukturiert zu fördern.

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Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse

Zu den wesentlichen Zielen gehörte außerdem die methodische Kompetenzangleichung und die Durchführung von klinischen Studien. Das Projekt umfasste zahlreiche klinische Aspekte, insbesondere die Entwicklung von zuverlässigen Outcome-Messverfahren und Rehabilitationstechniken. Hierbei wurden über 30 Wissenschaftler, Nachwuchsforschende und Kliniker beider Institutionen einbezogen. Zudem konnten internationale Partner wie NIKEZ aus Tschechien, JBI aus Australien und ESSKA integriert werden. NCBI verleiht diesen Bemühungen zusätzlichen Kontext, indem es auf den Einfluss von Patient Decision Aids (PDAs) auf Behandlungsentscheidungen bei ACL-Verletzungen hinweist.

Die Studie untersuchte, wie ein PDA die Entscheidungsfindung bei Patienten mit vorderen Kreuzbandverletzungen beeinflussen kann. Dabei zeigte sich, dass die Wahl für nicht-chirurgische Behandlungen nach der Einführung des PDAs von 27% auf 30% anstieg, wobei die statistische Signifikanz nicht gegeben war. Ein weiteres Ziel der Studie war es, die Anzahl der Patienten, die innerhalb des ersten Jahres nach einer nicht-chirurgischen Entscheidung operiert wurden, zu reduzieren. Dies gelang jedoch nicht signifikant.

Internationale Mobilität und Zukunftsperspektiven

Wichtig war auch die Förderung der internationalen Mobilität durch Forschungsaufenthalte und Workshops. In zwei strukturierten Workshops wurden Themen wie Systematic Review Production & Evidence Synthesis und Electromyography in Clinical Research behandelt, wobei der Wissenstransfer und die gemeinsame Manuskriptarbeit im Fokus standen. Diese Maßnahmen tragen zur langfristigen Nachhaltigkeit der Kooperation zwischen der MHB und der Universität Breslau bei und legen den Grundstein für zukünftige Forschungsprojekte.

Die im Rahmen des Projekts geschaffenen Strukturen sollen auch künftig genutzt werden, um Drittmittelanträge vorzubereiten und EU-Antragsinitiativen zu unterstützen. Die gemeinsame Forschung hat nicht nur die Sichtbarkeit der MHB im Bereich Sportorthopädie und Rehabilitation gestärkt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft geleistet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt „Advancements in back to sport decision-making“ seine Ziele klar erreicht und in mehreren Bereichen übertroffen hat. Es ist ein klarer Schritt in Richtung einer strukturierten und nachhaltigen Forschung, die die Grundlagen für die Rückkehr von Athleten in den Sport nach ACL-Verletzungen weiter optimieren dürfte.