Am 14. Februar 2026 gab die Universität Osnabrück bekannt, dass der renommierte kanadische Politikwissenschaftler Oliver Schmidtke, bekannt für seine umfassenden Forschungen über Migration und Rechtspopulismus in westlichen Demokratien, im Rahmen des Humboldt-Forschungspreises nach Deutschland kommt. Der Preis, der von der Alexander von Humboldt-Stiftung jährlich an international führende Wissenschaftler verliehen wird, ist mit 80.000 Euro dotiert und würdigt Forscher, die ihr Fachgebiet nachhaltig geprägt haben. Dieser Schritt unterstreicht nicht nur die Bedeutung der Forschung von Schmidtke, sondern auch die internationale Strahlkraft des Instituts für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) sowie des Sonderforschungsbereichs „Produktion von Migration“ der Universität Osnabrück.
Oliver Schmidtke wird 2026 und 2027 insgesamt zwölf Monate in Deutschland verbringen. Während seines Aufenthalts plant er, von Osnabrück aus sein Forschungsnetzwerk in Deutschland und Europa auszubauen. Dazu gehören neue Projekte sowie Vortrags- und Recherchereisen, beispielsweise zum Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin und zum Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Schmidtke hat bereits an weltweit anerkannten Forschungseinrichtungen gearbeitet, darunter die Humboldt-Universität in Berlin, die Universität Hamburg und Harvard.
Engagement für transatlantische Wissenschaftsbeziehungen
Seit 2000 lebt Oliver Schmidtke in Kanada und ist bis Ende 2025 Leiter des Centre for Global Studies an der University of Victoria. Darüber hinaus engagiert er sich seit 2006 als Co-Leiter des Europe-Canada Network, das transatlantische Wissenschaftsbeziehungen fördert. Die IMIS-Direktorin Prof. Dr. Helen Schwenken hebt den Mehrwert hervor, den die Zusammenarbeit mit Schmidtke für die Forschungsgemeinschaft in Deutschland bietet. Diese Kooperation wird durch die bestehenden intensiven Beziehungen zwischen IMIS und anderen Migrationsforschungsinstituten in Europa und Kanada ergänzt.
Die Planungen von Prof. Dr. Andreas Pott, Sprecher des Sonderforschungsbereichs, sehen Veranstaltungen für Doktoranden sowie Dialog- und Transferaktivitäten vor, die durch Schmidtke’s Expertise bereichert werden. Der Forschungsaufenthalt von Oliver Schmidtke könnte folglich nicht nur neue Impulse für die Forschung an der Universität Osnabrück setzen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen deutschen und kanadischen Wissenschaftlern intensivieren.
Schmidtke wertet seine Wahl für Osnabrück als Ausdruck der hervorragenden Forschungsbedingungen und der Innovationskraft der Institution. Indem er die Gelegenheit nutzt, seine Erkenntnisse mit deutschen Kolleginnen und Kollegen zu teilen, wird er nicht nur zur Weiterentwicklung seines eigenen Forschungsbereichs beitragen, sondern auch zur internationalen Vernetzung innerhalb der Migrationsforschung.