Am 11. Februar 2026 wird weltweit der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft gefeiert, ein Ereignis, das 2015 von der UNESCO ins Leben gerufen wurde. Dieser besondere Tag soll das Bewusstsein für die bedeutende Rolle von Frauen und Mädchen in den Bereichen Wissenschaft und Technik schärfen. Unter den zahlreichen hochschulischen Akteuren, die an diesem Tag teilnehmen, stellt die Technische Universität Dresden (TUD) eine wichtige Plattform dar. TU Dresden berichtet von verschiedenen Veranstaltungen, die sowohl Austausch als auch Vernetzung fördern.
Mit über 500 Mitgliedern ist das Netzwerk Women@DDc ein zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten an der TUD. Hier können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftsmanagerinnen ihre Karrierewege und die damit verbundenen Herausforderungen diskutieren. So soll die Sichtbarkeit der Leistungen von Frauen in der Wissenschaft und Technik gesteigert werden. Auf den persönlichen Austausch wird großer Wert gelegt, um gegenseitige Unterstützung zu gewährleisten.
Besondere Projekte und Initiativen
Ein weiterer Höhepunkt der Aktivitäten an der TUD ist die Einweihung des ersten Frauenortes im Mai 2023, der zu Ehren von Johanna und Gertrud Wiegandt geschaffen wurde. Zudem stehen in 2026 spannende Projekte auf dem Programm, darunter der Kalender „HERStory“, der herausragende Wissenschaftlerinnen der Universität präsentiert. Um junge Frauen für die Ingenieurwissenschaften zu begeistern, gibt es das Probestudium „tryING“, das ab sofort angeboten wird, sowie Workshops und Exkursionen, die im Sommer 2026 geplant sind.
Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft wird von verschiedenen internationalen Organisationen wie UNESCO und UN Women organisiert. Diese Akteure verfolgen das gemeinsame Ziel, den gleichberechtigten Zugang für Frauen und Mädchen zu wissenschaftlichen Disziplinen zu fördern. Hierzu leisten zahlreiche Hochschulen, wie etwa die Hochschule Merseburg, ihren eigenen Beitrag mit speziellen VeranstaltungenWikipedia.
Die Herausforderungen für Frauen in der Wissenschaft
Trotz zunehmender Schul- und Ausbildungserfolge bleiben Frauen in höheren akademischen Positionen nach wie vor unterrepräsentiert, was als „Leaky Pipeline“ bezeichnet wird. Auf den verschiedenen akademischen Stufen sinkt der Frauenanteil signifikant: Nur 46% der Doktorandinnen, 36% der Habilitandinnen und lediglich 29% der Professorinnen sind Frauen. Diese ernüchternden Zahlen sind Anlass für das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), gezielte Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung zu ergreifenvon BMFTR.
Mit Programmen wie dem Professorinnenprogramm wird aktiv daran gearbeitet, die Gender-Lücke in der Wissenschaft zu schließen. In der vierten Programmphase bis 2030 sind 320 Millionen Euro Fördervolumen eingeplant, um die Gleichstellung an Hochschulen zu verbessern. Auch die Initiative „Vielfalt verbindet“ zielt darauf ab, Chancengerechtigkeit und Diversität in der Wissenschaft zu steigern.
Insgesamt zeigt sich: Trotz erfreulicher Fortschritte in der Ausbildung bleibt noch viel zu tun, um Frauen in der Wissenschaft gleichwertig zu vertreten und zu fördern. Veranstaltungen wie der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft sind daher von essenzieller Bedeutung, um das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen und konkrete Schritte in Richtung einer gleicheren Zukunft einzuleiten.