Die Gleichstellung der Geschlechter in der Unternehmensführung bleibt in Deutschland eine Herausforderung. Laut aktuellen Daten lag der Anteil weiblicher Führungskräfte in deutschen Chefetagen im Jahr 2024 bei lediglich 29,1 Prozent, während der EU-Durchschnitt bei 35,2 Prozent liegt. Diese Diskrepanz verdeutlicht die anhaltende Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen, was auch durch das Phänomen der „leaky Pipeline“ verstärkt wird, in dem verstärkt weibliche Talente in der Ausbildung oder im Studium verloren gehen.
Die WHU – Otto Beisheim School of Management spielt eine aktive Rolle in der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Durch die Initiative „Women into Leadership“ (IWiL) bietet die Hochschule Mentoring- und Netzwerkangebote an, um den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen. Erst kürzlich fand am 20. März 2026 in Düsseldorf die Kick-off-Veranstaltung des neuen IWiL-Jahrgangs statt, an der unter anderem Dr. Jesica Hoker (EMBA 2027) teilnahm. Die Initiative, gegründet von WHU-Alumna Sabine Hansen und Dr. Natalie Daghles im Jahr 2017, hat sich von einem regionalen Programm zu einem europaweiten Netzwerk entwickelt.
Mentoring und persönliche Entwicklung
Das IWiL-Programm umfasst jährlich etwa 30 bis 40 Teilnehmerinnen und bietet Unterstützung durch erfahrene Führungspersönlichkeiten. Besondere Formate wie der „Triangle Talk“ bringen Unternehmen, Mentees und Mentor:innen zusammen, um den Austausch zu fördern. Unter den Mentorinnen des Programms sind Prof. Dr. Fabiola Gerpott und WHU-Alumna Vera Weiss.
Eines der erfolgreichen Beispiele ist die WHU-Alumna Hanan Hallal (EMBA 2026). Sie hat das Programm erfolgreich absolviert und kann auf eine langjährige Erfahrung im Finanzbereich zurückblicken, darunter die Position des CFO von Henkel in Syrien. Hallal hebt hervor, dass das Mentoring-Programm ihr half, Führungs- und Kommunikationskompetenzen zu entwickeln, um ihre Ziele zu erreichen.
Im Mentoring-Prozess stehen Themen wie Leadership, Stakeholder-Management und strategische Positionierung im Vordergrund. Hallal plant sogar, in Zukunft eine Rolle im Aufsichtsrat zu übernehmen, was ein weiteres Zeichen für die Schaffung von Vorbildern für kommende Generationen von Führungspersönlichkeiten ist.
Aktuelle Zahlen zur Unternehmensführung
Diese Zahlen, die von der Allbright Stiftung ermittelt wurden, zeigen den langsamen Fortschritt der Gleichstellung in der Unternehmensführung. Die Womens Initiative und ähnliche Programme sind von großer Bedeutung, um Frauen den Zugang zu Führungspositionen zu erleichtern und bestehende Barrieren abzubauen. Für viele Unternehmen ist die Schaffung einer diversifizierten Führungsstruktur nicht nur ein Ziel, sondern auch eine Notwendigkeit, um zugunsten einer prosperierenden und zukunftsorientierten Unternehmenspolitik zu handeln.



