Am 11. März 2026 besuchte Wissenschaftsstaatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF). Der Besuch diente dem Austausch mit Rektorin Prof. Dr. Jutta Emes über die strategische Entwicklung der Universität, die sich mit ihrer über 260 Jahre alten Tradition dem Leitbild der Nachhaltigkeit verpflichtet hat. Ebenso gilt TUBAF als führender wissenschaftlicher Leuchtturm in Sachsen und ist bekannt für ihre innovativen Ansätze zur Lösung technischer Herausforderungen.
Die Universität verfolgt eine interdisziplinäre Verbindung zwischen Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Dies ermöglicht es, Forschung und Lehre entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette zu organisieren. Bei ihrem Besuch zeigte Graßmann große Begeisterung für die Infrastruktur des Forschungs- und Lehrbergwerks, einschließlich der hochmodernen Fördertechnik und innovativer Projekte in Bereichen wie der Rohstoffgewinnung, Geotechnik und Geodäsie.
Nachhaltigkeit und innovative Projekte
Ein wichtiger Bestandteil des Gesprächs waren die neuen Verfahren für die Energie- und Rohstoffwende, die am Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen präsentiert wurden. TUBAF versteht sich als zentraler Impulsgeber für eine nachhaltige Ressourcen- und Energiewirtschaft. Rektorin Jutta Emes äußerte ihre Freude über den konstruktiven Austausch und sah hierin eine Bestätigung der wichtigen Rolle, die die Bergakademie sowohl in der Region als auch im Freistaat Sachsen einnimmt.
Die Herausforderungen der Freiberger Geowissenschaften, darunter globale Umweltveränderungen und der Klimawandel, stehen im Fokus der universitären Forschungsanstrengungen. Die TUBAF hat sich das Ziel gesetzt, moderne Technologien zu entwickeln, die einen verantwortungsvollen Umgang mit den endlichen Ressourcen fördern. Im Rahmen dieser Ausrichtung und der Werte von Gemeinschaftlichkeit, persönlicher Betreuung und Interdisziplinarität werden auch zahlreiche innovative Forschungsthemen verfolgt.
Studiengänge und Projekte
Die Universität bietet eine Vielzahl an Studiengängen in den Bereichen Ressourcenmanagement, Geowissenschaften und nachhaltige Entwicklung, darunter:
- Advanced Mineral Resources Development (Master)
- Betriebswirtschaftslehre für die Ressourcenwirtschaft
- Energie- und Ressourcenwirtschaft (Master)
- Geomatics for Mineral Resource Management (Master)
- Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie
- Sustainable and Innovative Natural Resource Management – SINReM (Master)
- Sustainable Mining and Remediation Management (Master)
- Umweltverfahrenstechnik (Diplom)
Darüber hinaus hat die TUBAF innovative Projekte ins Leben gerufen, wie das Start-up RMF Indium, das eine Recyclingtechnologie für Indium entwickelt, und das Projekt Parforce, das sich mit der Gewinnung von Phosphor aus Reststoffen beschäftigt. Ein weiteres Beispiel ist BioMatUse, das sich mit biobasierten Produkten aus Abfallstoffen der Zucker- und Reisherstellung beschäftigt. Diese Initiativen unterstreichen das Engagement der Universität für Klimaschutz und Ressourcenschonung.
Ergänzend dazu bietet das Leibniz Forschungszentrum für Erdsystemwissenschaften (FZ:GEO), gegründet im Jahr 2018, ein Umfeld, in dem verschiedene Forschungsansätze zusammengebracht werden, um dringenden Fragen der Menschheit mit erdsystemwissenschaftlichem Bezug nachzugehen. In naher Zukunft wird das neu gegründete Institut für Erdsystemwissenschaften seine Arbeit aufnehmen, um eng mit den Themen Mensch, Natur und Klimawandel zu interagieren.
Die positiven Rückmeldungen der Staatssekretärin und die dynamische Campusentwicklung, die unter anderem den Neubau der Universitätsbibliothek und eines Hörsaalzentrums umfasst, stehen als positives Zeichen für die zukünftige Entwicklung der TU Bergakademie Freiberg.