Die Technische Universität Dresden (TUD) wird vom 8. bis 13. März 2026 Gastgeber der größten Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) sein. Rund 5.300 Teilnehmende aus aller Welt werden zu der bedeutenden Veranstaltung erwartet, die als eine der größten Physiktagungen Europas gilt. Laut den Informationen von TU Dresden stehen diverse Themen auf der Agenda, darunter Festkörperphysik, Biophysik, Umweltphysik und Künstliche Intelligenz.

Die DPG wird in diesem Jahr drei große internationale Tagungen ausrichten. Besonders hervorgehoben wird die zentrale Rolle Frankreichs als Gastland, das Einblicke in seine Forschungslandschaft geben wird. Ein Hauptaugenmerk der Tagung liegt auf zukunftsrelevanten Fragen wie nachhaltiger Energie- und Materialforschung sowie KI-gestützter Materialentwicklung.

Öffentliche Veranstaltungen und Höhepunkte

Ein markantes Merkmal dieser Tagung sind die öffentlichen Veranstaltungen, die einen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Lehrkräfte können kostenlos teilnehmen. Zu den Höhepunkten gehören:

  • „Einstein Slam“: Am 9. März 2026 von 20:00 bis 21:00 Uhr präsentieren Wissenschaftler ihre Forschung in unterhaltsamen Slams.
  • Festsitzung mit Preisverleihungen: Am 10. März 2026 von 16:00 bis 18:00 Uhr wird Frank Wilhelm-Mauch einen Vortrag über Quantencomputer halten.
  • Abendvortrag über Gravitationswellenastronomie: Am 11. März 2026 von 19:00 bis 20:00 Uhr wird Michèle Heurs referieren.

Die Programmvielfalt soll dazu dienen, innovative Lehr- und Lernprozesse zu thematisieren und Nachwuchswissenschaftlern eine Plattform zum Networking zu bieten. Ergänzend wird eine Buch- und Industrieausstellung organisiert, einschließlich eines Industrietags, der Einblicke in die Industrie bietet.

Die Bedeutung der Quantenmechanik

Ein weiterer zentraler Aspekt der DPG-Arbeit wird in der Herbsttagung 2025 in Göttingen deutlich, wo auf die 100-jährige Geschichte der Quantenmechanik eingegangen wird. Die Quantenmechanik wurde 1925 formuliert und hat seither maßgeblich unser Verständnis von Naturgesetzen geprägt. In Rahmen der DPG-Herbsttagung betont der Präsident Klaus Richter die Bandbreite moderner Quantenphysik, die neben ultrakalten Quantengasen und Quantencomputing auch gesellschaftliche Implikationen umfasst. Informationen darüber sind zu finden unter DPG.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2025 zum Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und -technologie ausgerufen. Die DPG hat die Federführung für die Umsetzung in Deutschland übernommen und plant unter dem Motto „Quantum2025 – 100 Jahre sind erst der Anfang…“ verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen.

Die Relevanz der Quantenmechanik manifestiert sich in zahlreichen technischen Entwicklungen, darunter energiesparende LEDs, Transistoren für digitale Technologien und der Einsatz von Magnetresonanztomografie in der medizinischen Bildgebung. Diese Technologien beruhen auf den Prinzipien der Quantenmechanik, die nicht nur das wissenschaftliche Denken revolutioniert haben, sondern auch unser tägliches Leben beeinflussen.

Insgesamt verspricht die Frühjahrstagung an der TU Dresden, eine Meilensteinveranstaltung im Bereich der Physik zu werden, die sowohl wissenschaftliche Entwicklungen reflektiert als auch spannende Perspektiven für die Zukunft erörtert.