Am 11. Februar 2026 fand an der BSP Business & Law School ein wichtiger Workshop zum Thema „Leadership im Sport“ statt. Diese Veranstaltung richtete sich an angehende Trainer:innen im Basketball und Fußball und verfolgte das Ziel, die Teilnehmer:innen an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis zu schulen. Rund 50 Studierende aus den Bereichen Sportwissenschaft, Sportpsychologie, Sportmanagement und Legal Skills hatten die Gelegenheit, von Experten der Branche zu lernen.
Die Gäste der Veranstaltung umfassten hochkarätige Persönlichkeiten, darunter Alan Ibrahimagic, der Europameister-Trainer der männlichen Basketballnationalmannschaft, sowie Berthold Bisselik, ein erfahrener Trainerexperte und Mentor. Prof. Dr. Mathias Kolodziej, Head of Performance bei Borussia Dortmund, und Manuel Meister, ein erfahrener Fußballtrainer, waren ebenfalls Teil des Programms. Das Vormittagsprogramm beinhaltete offene Gespräche, in denen Themen wie Ehrlichkeit, klare Kommunikation und der Umgang mit Druck und Konflikten erörtert wurden.
Führungsstile und Positive Leadership
Die Rolle der Führungskraft im Sport ist entscheidend für den Teamerfolg. Traditionelle Führungsstile werden zunehmend durch moderne Ansätze ersetzt, die das Wohlbefinden der Teammitglieder in den Vordergrund stellen. Ein solches modernes Konzept ist das Positive Leadership-Modell PERMA-Lead, das von Markus Ebner und anderen Forschern entwickelt wurde. Es umfasst die fünf Elemente Positive Emotionen, Engagement, Tragfähige Beziehungen, Sinn und Erreichung, die gemeinsam die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Sportler*innen fördern.
Positive Emotionen erhöhen die Resilienz der Athleten, während Engagement die Produktivität und Kreativität steigert. Starke Beziehungen innerhalb des Teams verbessern das Vertrauen und die Zusammenarbeit, während ein klar definiertes Teamziel die Motivation erhöht. Anerkennung von Erfolgen trägt zudem zur Steigerung des Selbstbewusstseins bei. Die Anwendung des PERMA-Lead Modells hat signifikante Verbesserungen in der Teamzufriedenheit gebracht, was durch eine Studie von Donaldson et al. (2021) bestätigt wurde. Teamleiter, die emotional intelligent und empathisch sind, erzielen bessere Ergebnisse in der Teamdynamik.
Emotionale Regulierung im Hochleistungssport
Ein weiteres zentrales Thema der Veranstaltung war die emotionale Regulierung im Sport, die als entscheidend für Leistung, Resilienz und Teamdynamik gilt. Effektive Strategien des emotionalen Managements sind entscheidend, um den Fokus zu verbessern und Angst zu reduzieren. Zu den empfohlenen Praktiken gehören Achtsamkeit und kognitive Umstrukturierung, die Athleten dabei helfen, ihre Emotionen zu regulieren und so bessere Leistungen unter Druck zu zeigen.
Studien zeigen, dass Teams mit emotional regulierten Mitgliedern nicht nur bessere Konfliktlösungsfähigkeiten aufweisen, sondern auch eine höhere Teamkohäsion und Kommunikation haben. Die Wahl des Coaching-Stils und die Teamkultur spielen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten. Elite-Athleten nutzen fortgeschrittene Strategien wie Achtsamkeitsmeditation und Atemkontrolle, um ihre emotionale Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Die Veranstaltung bot den Studierenden eine wertvolle Gelegenheit, nicht nur über Führungsstile im Sport zu lernen, sondern auch über konkrete Werkzeuge zur emotionalen Regulierung, die ihre zukünftige Arbeit als Trainer:innen bereichern können. Ziel war es, den angehenden Sportprofis neue Perspektiven zu eröffnen und sie dafür zu sensibilisieren, wie wichtig emotionale Aspekte für den Teamerfolg sind.



