Am 15. April 2026 findet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine bedeutende Diskussion zur Wirtschaftspolitik des Fußballs statt. Die Veranstaltung wird im Rahmen der Heinrich-Heine-Wirtschaftsprofessur abgehalten und beginnt um 16:30 Uhr im Hörsaal 3A (Gebäude 23.01), Universitätsstraße 1. Die Diskutanten sind namhafte Experten und Persönlichkeiten aus der Fußballwelt.

Klaus Allofs, ehemaliger Vorstand von Fortuna Düsseldorf und Nationalspieler, wird ebenso an der Diskussion teilnehmen wie der Fußballjournalist Arnd Zeigler, bekannt aus der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“. Justus Haucap, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HHU, wird die ökonomischen Fragestellungen beleuchten. Die Diskussion wird sich schwerpunktmäßig mit der wirtschaftspolitischen Relevanz des Fußballs sowie mit den Besonderheiten des Profisports im Vergleich zu anderen Branchen auseinandersetzen.

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Vielfältige Themen und gesellschaftliche Relevanz

Ein zentrales Thema wird die Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und der Fankultur sein. In einer Zeit, in der der Profifußball nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich enorme Bedeutung erlangt hat, stellt sich die Frage, wie diese beiden Aspekte harmonisch koexistieren können. Die Anmeldefrist für die Veranstaltung ist zwar abgelaufen, dennoch wird ab etwa 16:15 Uhr die Möglichkeit bestehen, kurzfristig teilzunehmen, sofern Plätze verfügbar sind.

Eine aktuelle Studie von McKinsey, die die ökonomische und gesellschaftspolitische Relevanz des Profifußballs untersucht, zeigt, dass die Branche kontinuierlich wächst. Laut der Studie „Mehr als nur ein Spiel“ wuchs das System Profifußball jährlich nominal um 5,3 Prozent und übertraf damit das Wachstum der deutschen Gesamtwirtschaft erheblich. Auch inflationsbereinigt bleibt das Wachstum mit 1,5 Prozent signifikant.

Profifußball als Wirtschaftsmotor

Diese positive Entwicklung schafft Arbeitsplätze: Rund 20.000 neue Vollzeitstellen entstanden im Profifußball, sodass das gesamte Ökosystem für die Saison 2023/24 fast 150.000 Vollzeitstellen bietet. Der Profifußball generiert durch jeden umgesetzten Euro eine Wertschöpfung von durchschnittlich zwei Euro in angrenzenden Bereichen wie Vermarktung und Medien.

Darüber hinaus trägt der Profifußball erheblich zu den Steuereinnahmen bei, die mit einem Netto-Plus von 4,6 Milliarden Euro für die öffentliche Hand enorm sind. Dies übersteigt die Kosten für Einsatzkräfte der Bundespolizei und auch für Wohngeld, was die ökonomische Relevanz des Fußballs unterstreicht. Laut einer Umfrage halten 41 Prozent der Bundesbürger den Profifußball für einen bedeutenden Lebensinhalt und erwarten von ihm gemeinsame Werte sowie ein positives Zusammengehörigkeitsgefühl.

In der Diskussion an der Heinrich-Heine-Universität werden die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die durch den Profifußball vereint werden, ebenfalls einen Platz finden. Der Sport bietet emotionale Heimat und fördert den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Diese bedeutenden Themen zeigen, dass die Veranstaltung nicht nur auf den Fußball eingeht, sondern auch dessen übergeordnete Bedeutung für die Gesellschaft und die Wirtschaft analysiert. Es bleibt abzuwarten, welche Einsichten und neuen Perspektiven aus der Diskussion hervorgehen werden.

HHU berichtet, dass … Profifußball als bedeutender Wirtschaftsfaktor und sozialer Katalysator immer mehr in den Fokus rückt, während die DFL in einer Studie zur gesellschaftlichen Wirkung des Fußballs die Rolle als Wachstumsmotor der deutschen Volkswirtschaft betont.