In recent research initiatives at the TU Bergakademie Freiberg, Geowissenschaftsstudenten haben die Gelegenheit, direkt am Deutschen-Elektronen Synchrotron (DESY) mitzuarbeiten. Nele Jensen, eine Masterstudentin der Geowissenschaften, hat an einer Messkampagne teilgenommen, die sich mit historischen Tonobjekten, sogenannten „Terra Sigillata“, beschäftigt, welche im 18. Jahrhundert verbreitet waren. Diese Kampagne wird als spannende Chance wahrgenommen, neue Methoden kennenzulernen und Verantwortung im Team zu übernehmen. Laut tu-freiberg.de unterstützen die unterschiedlichen Stärken der Teammitglieder die Teamarbeit, wie etwa Geschick beim Bestücken von Probenhaltern oder die Fähigkeit, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben.

Die Messkampagne unter der Leitung von Doktorandin Anja Weber in Zusammenarbeit mit Professor Gerhard Heide betont den Wert der praktischen Erfahrungen und demonstriert Spitzenanalytik, die über die traditionellen Labors hinausgeht. Sebastian Moritz, ebenfalls Masterstudent, äußert seine Faszination für die praktischen Aspekte der Forschung am DESY und die Relevanz für die Geowissenschaften. Diese Initiativen fördern nicht nur das individuelle Lernen, sondern stärken auch die Verbindungen zwischen den Jahrgängen und Ausbildungsstufen.

Schutz historischer Kulturgüter

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Siegelerden aus dem 18. Jahrhundert, die bislang nur wenig erforscht sind. An der Beamline P02.1 am DESY kommt hochenergetische Röntgenbeugung in Transmission zum Einsatz. Diese Technik erlaubt eine zerstörungsfreie Analyse der mineralogischen Zusammensetzung sowie der inneren Textur der Objekte, was besonders bedeutsam ist, da es sich um historische Kulturgüter handelt. Anja Weber hebt hervor, dass diese Form der Analyse essentielle Einblicke in die Verwendung und den kulturellen Kontext solcher Objekte bietet, die einst als Heilmittel und Handelsware dienten.

Die Bedeutung solcher Projekte geht über die bloße Wissenschaft hinaus und veranschaulicht die Relevanz geowissenschaftlicher Forschung in der Gesellschaft. Die ausgebildeten Fachkräfte – in Deutschland circa 30.000 Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler – spielen in unterschiedlichen Bereichen eine entscheidende Rolle, wie geoberuf.de berichtet. Etwa 10 Prozent der Beschäftigten sind in Hochschulen und Forschungseinrichtungen tätig, während der größte Teil in geo- und ingenieurnahen Büros sowie der Industrie und Wirtschaft beschäftigt ist.

Die zukünftigen Berufsaussichten für Geowissenschaftler sind vielversprechend, insbesondere in ingenieurtechnischen Büros und bei Ämtern und Behörden. Der Arbeitsmarkt zeigt jedoch auch Schwankungen, die durch konjunkturelle Entwicklungen und die Preisvolatilität der Rohstoffwirtschaft beeinflusst werden. In diesem Kontext unterstreicht die Zusammenarbeit am DESY die Nutzen von praktischen Erfahrungen und die Entwicklung von Kompetenzen, die für die zukünftige Karriere von zentraler Bedeutung sind.