Am 22. Januar 2026 findet in der Wissenswerkstadt in Bielefeld ein WDR-5-Stadtgespräch statt, das sich mit der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber Krisen und Bedrohungen beschäftigt. Die Veranstaltung, die von Ralph Erdenberger und Elke Vieth moderiert wird, startet um 20:03 Uhr und ist kostenfrei zugänglich. Einlass ist bereits um 19:30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Namhafte Experten werden diskutieren: Professor Dr. Andreas Zick, Konfliktforscher an der Universität Bielefeld, Gordon Majewski vom Katastrophenschutz der Stadt Bielefeld sowie Kerstin Vieregge, Mitglied des Verteidigungsausschusses im Bundestag.
Besonders aufmerksam beobachtet die Sicherheitslage in Deutschland Brigadegeneral Marco Eggert, der eine ernsthafte Warnung ausgibt. Der Fokus der Diskussion liegt auf der Verantwortung und Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft, abgerundet durch Überlegungen zu lokalen Stärken wie der Vereinskultur, Identität und dem Mittelstand. Die Veranstaltung wird live auf WDR 5 übertragen und bietet somit auch Interessierten, die nicht vor Ort sein können, die Möglichkeit, aktiv zuzuhören.
Resilienzstrategie der Bundesregierung
Angesichts der verschiedenen Herausforderungen, mit denen die Gesellschaft konfrontiert ist, hat die Bundesregierung die Resilienzstrategie ins Leben gerufen. Diese Initiative zielt darauf ab, den Schutz von Menschen und ihren Lebensgrundlagen zu verbessern sowie die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber Katastrophen zu stärken. Die Strategie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz im Katastrophenrisikomanagement und umfasst alle Phasen des Risiko- und Krisenmanagementzyklus: Prävention, Vorsorge, Bewältigung und Nachbereitung.
Die Resilienzstrategie ist nicht nur die erste ihrer Art in Deutschland, sondern stellt auch sicher, dass alle möglichen Gefahren nicht nur erkannt, sondern auch über Fachbereichs- und Verwaltungsgrenzen hinweg managt werden. Hierzu definiert die Strategie fünf zentrale Handlungsfelder:
- Katastrophenrisiko verstehen
- Institutionen stärken zur Steuerung des Katastrophenrisikos
- Investieren in Katastrophenvorsorge zur Stärkung der Resilienz
- Vorbereitung auf den Katastrophenfall verbessern und besseren Wiederaufbau ermöglichen
- Internationale Zusammenarbeit fördern
Die Notwendigkeit dieser Strategie wird durch die Krisen der letzten Jahre untermauert, die gezeigt haben, dass Deutschland einer Vielzahl potenzieller Gefahren ausgesetzt ist. Diese können nicht nur Menschenleben, sondern auch Lebensgrundlagen nachhaltig gefährden. In diesem Kontext spielt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine zentrale Rolle in der Umsetzung der Resilienzstrategie.
Weichenstellungen für die Zukunft
Ein Umsetzungsplan zur Stärkung der Resilienz soll 2024 veröffentlicht werden und bildet die Grundlage für einen Fortschrittsbericht im Jahr 2026. Zudem sind in den kommenden Jahren weitere Schritte zur ressortübergreifenden Zusammenarbeit und zum Ausbau einer Nationalen Plattform zur Stärkung der Resilienz geplant. Der Fortschrittsbericht zur Umsetzung wird im Jahr 2025 erstellt.
Das WDR-5-Stadtgespräch in Bielefeld und die Resilienzstrategie der Bundesregierung verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der die Gesellschaft auf die Herausforderungen der heutigen Zeit reagieren muss. Es ist erforderlich, dass alle Mitglieder der Gesellschaft—Privatpersonen, Kommunen, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft, Wissenschaft und Medien—sich aktiv an diesen Prozessen beteiligen, um den Herausforderungen besser zu begegnen und eine starke, resiliente Gemeinschaft aufzubauen.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung verweist uni-bielefeld.de auf die Details des WDR-5-Stadtgesprächs. Um mehr über die Resilienzstrategie zu erfahren, klicken Sie bitte auf bmvg.de oder bbk.bund.de.