Am 1. April 2026 hat die TUM School of Medicine and Health an der Technischen Universität München (TUM) einen bedeutenden Fortschritt im Bereich Gesundheitskompetenz vorgestellt. Im Rahmen einer Strukturreform wurde diese neue Einrichtung im Jahr 2023 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Gesundheitsbildung und -forschung an der Universität zu stärken. Die Gründungsdekanin, Stephanie E. Combs, die zudem Direktorin der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie am TUM Klinikum ist, hebt die Wichtigkeit dieser Institution hervor.
In einem aktuellen Podcast diskutiert Orkan Okan, Professor für Gesundheitskompetenz an der TUM, die wesentliche Rolle, die Prävention und Health Literacy in unserer Gesellschaft spielen. Seiner Meinung nach ist es unerlässlich, dass die Bürger die Fähigkeiten besitzen, Gesundheitsinformationen nicht nur zu finden, sondern auch zu verstehen und bewerten zu können. Diese Fähigkeiten, bekannt als Gesundheitskompetenz, sind entscheidend für informierte Entscheidungen im Gesundheitswesen.
Die Grundlagen der Gesundheitskompetenz
Gesundheitskompetenz oder Health Literacy umfasst mehr als nur Lese- und Schreibfähigkeit. Laut dem Robert Koch-Institut spielen auch Wissen, Motivation und persönliche Fähigkeiten eine wichtige Rolle. Ziel ist es, im Alltag Entscheidungen über Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung treffen zu können, die die Lebensqualität erhalten oder sogar verbessern.
Okan betont, dass Gesundheitskompetenz nicht nur eine individuelle Fähigkeit ist. Vielmehr beschreibt sie die Passung zwischen den Anforderungen einer Situation und den vorhandenen individuellen Kompetenzen. Diese Perspektive eröffnete neue Ansätze für die Forschung und Lehre an der TUM, die sich intensiv mit der Förderung dieser Fähigkeiten auseinandersetzt.
Wissenschaft trifft Spitzensport
Ein weiteres Highlight des Podcasts ist das Interview mit Helena Engel, Doktorandin an der Professur für Bewegung, Ernährung und Gesundheit. Sie gibt Einblicke in ihre Forschung, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Spitzensport angesiedelt ist. Engel arbeitet daran, wie wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Gesundheit und Ernährung im Hochleistungssport angewandt werden können.
Die von der TUM School of Medicine and Health angebotenen Programme zielen darauf ab, nicht nur die wissenschaftliche Grundlage für Gesundheitskompetenz zu stärken, sondern auch praktische Anwendungen zu fördern. In einer Zeit, in der Gesundheitsinformationen oft überflutet und nicht immer leicht verständlich sind, ist die Vermittlung von Gesundheitskompetenz wichtiger denn je.
Die TUM setzt durch diese Maßnahmen einen klaren Akzent auf die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsbildung in Deutschland und die Verbesserung der Gesundheitskompetenz ihrer Gesellschaft. Die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung und die Integration von Expertenmeinungen sollen dazu beitragen, die Bevölkerung umfassend und nachhaltig zu informieren.



