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Gleichstellung im Fokus: Folkwang Universität startet neues Professorinnenprogramm!

Die Folkwang Universität der Künste hat eine positive Begutachtung im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 erhalten. Dies wurde heute (4. April 2025) bekannt gegeben. Bis September 2026 können Hochschulen Anträge für bis zu drei Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren einreichen. Zentrale Gleichstellungsbeauftragte Nina Kaiser hob die Bedeutung der Unterstützung für Teilhabe und Gleichberechtigung an der Hochschule hervor.

Im Rahmen des Programms wird eine zusätzliche Stelle für junge Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen gefördert. Der Zuschlag des Programms zielt darauf ab, Geschlechterparität in der Lehre zu fördern und ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit Themen der Gleichstellung. Diese Initiativen sind Teil einer umfassenden Strategie, die spezifische Maßnahmen zur Gleichstellung und die Vernetzung von Themen wie Machtmissbrauch, Diversität und Inklusion umfasst.

Wichtiger Schritt zur Gleichstellung

Das Professorinnenprogramm, das 2008 ins Leben gerufen wurde, hat über 900 Professuren gefördert und zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen sowie der sogenannten „Leaky Pipeline“ entgegenzuwirken. Aktuell liegt der Frauenanteil in der Professorenschaft in Deutschland bei 29%. Trotz guter Ausbildung verlieren viele Frauen nach der Promotion häufig den Anschluss im Wissenschaftssystem. Das Programm fördert daher eine bessere Integration und Sichtbarkeit von Frauen in der akademischen Welt.

Der Frauenanteil nach akademischer Laufbahn verdeutlicht das Problem: Während 46% der Doktorandinnen weiblich sind, sinkt dieser Anteil auf 37% bei Habilitandinnen und lediglich auf 29% bei den Professorinnen. Es ist das Ziel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), dieser Abnahme entgegenzuwirken und eine ausgewogene Geschlechterverteilung zu fördern.

Finanzielle Unterstützung und Zukunftsperspektiven

Für die Laufzeit des Professorinnenprogramms 2030 sind insgesamt 320 Millionen Euro eingeplant. Die ersten drei Programmphasen wurden bereits positiv evaluiert, was die Effektivität der Initiative unterstreicht. Hochschulen müssen entsprechende Gleichstellungskonzepte einreichen, um am Programm teilnehmen zu können. Dies geschieht in einem zweistufigen Antragsverfahren: Zuerst muss das Gleichstellungskonzept bis zum 31. August 2025 eingereicht werden, gefolgt von einem Förderantrag nach positiver Bewertung.

Das Programm wird bundesweit unterstützt und hat eine hohe Akzeptanz bei den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gezeigt, wo sechs positive Begutachtungen und vier Prädikate „Gleichstellungsstarke Hochschule“ vergeben wurden. Insgesamt führten die ersten beiden Auswahlrunden zu acht Prädikaten im bundesweiten Vergleich. Diese Auszeichnungen ermöglichen weiteren Hochschulen die Beantragung von zusätzlicher Förderung.

Die Durchführung des Programms obliegt dem Projektträger DLR-PT. Für alle interessierten Hochschulen gibt es Ansprechpartner, die direkt über eine Telefonhotline und E-Mail erreichbar sind, darunter Dr.’in Heike Scheidemann und Dr.’in Astrid Schüßler.

Das BMBF setzt sich aktiv für die Stärkung der Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung ein und hat verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, die Diversität und Gleichstellung fördern. Im Kontext der Internationalisierung und Wettbewerbsfähigkeit in der wissenschaftlichen Forschung ist die Diversität nicht nur eine soziale Notwendigkeit, sondern auch ein strategischer Vorteil.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
folkwang-uni.de
Weitere Infos
bmbf.de
Mehr dazu
bmbf.de

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