Ulrike Wrobel ist seit Januar 2020 die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Universität Braunschweig. Im Jahr 2025 wurde sie in ihrem Amt bestätigt und tritt nun ihre zweite Amtszeit an. Wrobel leitet auch die Stabstelle Chancengleichheit der TU, wo Chancengleichheit als maßgeblicher Aspekt für soziale Gerechtigkeit und die individuelle Entfaltung aller Mitglieder angesehen wird. Ihre Arbeit ist nicht nur ein Beitrag zur Gleichstellung, sondern auch ein Schritt in Richtung Diversität, die im Hochschulentwicklungskonzept 2030 der Universität als strategisches Querschnittsthema verankert ist. Der Fokus auf Teamarbeit und die Verantwortung von Führungskräften und Teammitgliedern ist dabei essenziell, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Die Gleichstellungsbeauftragte fungiert als unabhängige Instanz, die sich aktiv für die Chancengleichheit aller Geschlechter einsetzt. Neben ihrer Hauptaufgabe bietet Wrobel vertrauliche Beratung bei Vorfällen wie sexualisierter Belästigung, Diskriminierung, Gewalt und Machtmissbrauch. In den vergangenen zehn Jahren konnten an der TU Braunschweig nennenswerte Fortschritte bei der Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit erzielt werden. Der Frauenanteil in allen Karrierestufen ist kontinuierlich gestiegen, ein Trend, den Wrobel als äußerst positiv betrachtet.
Ein starkes Team für Gleichstellung
Ulrike Wrobel hat ein engagiertes Team aufgebaut, das sich den Herausforderungen der Gleichstellung widmet. Dieses Team besteht aus den Bereichen Gleichstellung, Familienbüro und Diversity Office, die gemeinsam intersektionale Gleichstellungsarbeit leisten. Wrobel plant, die Gleichstellungsarbeit weiterzuentwickeln, insbesondere in den Bereichen der digitalen Transformation und der Karrierewege für Frauen in MINT-Fächern. Neue präventive Maßnahmen sollen zudem Mitglieder der Universität unterstützen, die von Angriffen betroffen sind.
Ein weiterer Aspekt, den Wrobel anführt, ist der Wunsch nach geschlechtergerechten Vergütungsstrukturen an der TU Braunschweig. 2024 hat die Hochschulrektorenkonferenz einen diesbezüglichen Beschluss gefasst. Wrobel hebt die Notwendigkeit hervor, strukturelle Barrieren abzubauen und Schnittstellen zu kooperieren, um nachhaltige Erfolge zu sichern. Hierbei spielt auch das soziale Umfeld an der Universität eine entscheidende Rolle.
Gemeinsames Handeln am Internationalen Frauentag
Am Internationalen Frauentag ruft Wrobel dazu auf, Verantwortung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu übernehmen. Die TU Braunschweig setzt sich nicht nur für Offenheit und Gemeinschaft ein, sondern fördert auch einen respektvollen, diskriminierungsfreien Umgang. In dem Bekenntnis zur Vielfalt der Mitglieder steht die Chancengleichheit und Gleichstellung aller Geschlechter als ein zentrales Ziel im Mittelpunkt. Die Fakultäten, Institute und die Hochschulleitung bekommen Unterstützung von der Gleichstellungsbeauftragten, um gleichstellungs-, familien- und diversitätsorientierte Maßnahmen zu implementieren.
Informationen über die Chancengleichheit an der TU Braunschweig sind auf der Homepage der Universität verfügbar. Die University selbst betrachtet die Herstellung von Chancengleichheit als Teil des Qualitätsmanagements, was die wichtigen Bemühungen in diesem Bereich weiter untermauert. Wie TU Braunschweig berichtet, bleibt die Arbeit an Gleichstellungsthemen in der Hochschulpolitik eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die alle angeht.