Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd hat in allen Phasen des Professorinnenprogramms überzeugt. Das Programm, das 2008 ins Leben gerufen wurde und in die vierte Runde geht, hat das Ziel, die Gleichstellung von Frauen und Männern in deutschen Hochschulen voranzutreiben. Dies berichtet die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd.

Im Rahmen des aktuellen Professorinnenprogramms 2030 hat die Hochschule ein Gleichstellungskonzept vorgelegt, das als positiv bewertet wurde. Hierdurch erhält die Hochschule die Möglichkeit, bis September 2027 einen Plan für Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von Frauen auf unbefristete Professuren zu erstellen. Ziel des Professorinnenprogramms ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wissenschaft zu steigern und der sogenannten „Leaky Pipeline“ entgegenzuwirken, bei der Frauen im Verlauf ihrer akademischen Laufbahn abgehängt werden.

Erreichte Meilensteine und zukünftige Ziele

Die Fortschritte, die das Professorinnenprogramm der PH Schwäbisch Gmünd in den letzten Jahren ermöglicht hat, umfassen zahlreiche bedeutende Maßnahmen. In der ersten Runde wurde der Bau einer Kinderkrippe sowie die Finanzierung einer Gleichstellungsreferentin realisiert. In der zweiten Runde trat das Elternzeitprogramm KLIO in Kraft, gefolgt von der Einführung des digitalen Schulungsprogramms „Gender Macht Schule“. In der dritten Runde wurde das Programm PHMeNT ins Leben gerufen, welches Mentoring, Networking und Training für Nachwuchswissenschaftlerinnen bietet.

Besonders bemerkenswert ist die Analyse der Hürden und Potenziale für die Gleichstellung, die in das strategische Konzept der Hochschule integriert ist. Zwei Schwerpunkte sollen dabei besonders ausgebaut werden: Erstens ein professionelles, gleichstellungsorientiertes Berufungsmanagement, um die Attraktivität und Profilbildung der Hochschule zu fördern. Zweitens die Stärkung geschlechterdemokratischer Diskurse innerhalb und außerhalb der Hochschule.

Finanzierung und Unterstützung

Im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 stehen hochschulübergreifend erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. So wurden für die verschiedenen Programmphasen insgesamt 320 Millionen Euro eingeplant. Dies zeigt auch die Bundesministerium für Forschung und Bildung.

Es ist zudem wichtig, dass Hochschulen externe Gleichstellungskonzepte einreichen, um an dem Programm teilnehmen zu können. In der letzten Auswahlrunde bis zum 30. September 2026 haben bereits 56 Hochschulen Anträge für Anschubfinanzierungen gestellt. Die unabhängige Evaluierung der ersten drei Phasen des Programms hat positive Ergebnisse geliefert, was das Engagement und die Fortschritte hinsichtlich der Gleichstellung in der Wissenschaft unterstreicht.

Abschließend ist festzustellen, dass die Bemühungen um Gleichstellung in der Wissenschaft nicht nur von Hochschulen, sondern von einer Vielzahl an Institutionen, Verbänden und Initiativen vorangetrieben werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat beispielsweise „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ etabliert, die als Leitfaden für Gleichstellungsmaßnahmen in der Wissenschaft dienen. Damit wird deutlich, dass ein umfassendes Umdenken und gezielte Förderung von Frauen unerlässlich sind, um eine bedeutende Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, wie auch die Plattform academics betont.