Am 4. März 2026 wurde die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim in Stuttgart mit einer bedeutenden Auszeichnung geehrt. Das Laborgebäude, das 2021 in Betrieb genommen wurde, erhielt die goldene Plakette des BNB-Zertifizierungssystems. Dies ist das erste Gebäude in Baden-Württemberg, das mit dieser Auszeichnung ausgezeichnet wird. Projektleiterin Tamara Wehner und Kanzlerin Dr. Katrin Scheffer nahmen die Ehrung im Namen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen entgegen, wie uni-hohenheim.de berichtet.
Das innovative Gebäude ist ein Holz-Hybridbau mit einer beeindruckenden Nutzungsfläche von 1.200 Quadratmetern. Es beherbergt Labore, Büro- und Seminarräume sowie einen speziellen Bereich für Imkerei und Werkstätten. Geplant und realisiert wurde das Gebäude von Lanz Schwager Architekten BDA aus Konstanz. Die Verantwortung für den Bau lag beim Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg sowie das Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim.
Auszeichnungen und Bewertungen
Die goldene BNB-Plakette ist nicht die erste Auszeichnung für das Gebäude. Es wurde zudem mit der Hugo-Häring-Auszeichnung des BDA sowie der Auszeichnung für „Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg gewürdigt. Die Leserschaft von german-architects.com wählte das Gebäude sogar zum „Bau des Jahres 2022“.
Die ausgezeichnete Ökobilanz des Gebäudes ist auf seine nachhaltige Bauweise zurückzuführen. Besonders hervorgehoben wurde das geringe Treibhausgaspotential, das bei der Bewertung für das BNB-Zertifikat eine entscheidende Rolle spielte. Durch die Nutzung von Holz als Kohlenstoffspeicher werden außerdem typische Schwachstellen des Holzbaus, wie der sommerliche Wärmeschutz und der Schallschutz, signifikant verbessert.
Forschung und Bildung im Fokus
Die Landesanstalt für Bienenkunde spielt eine wichtige Rolle in der Forschung. Hier werden unter anderem Honiganalysen durchgeführt und es wird intensiv an der Bekämpfung der Varroamilbe gearbeitet, einem gefährlichen Parasiten, der Honigbienen bedroht. Das Gebäude bietet zudem Seminarräume, die für bienenkundliche Lehrveranstaltungen und Fortbildungen für Imker:innen und Gartenbaubetriebe genutzt werden.
Zusätzlich widmet sich die Forschung auch dem Erhalt der Biodiversität. Die Landesanstalt betreibt innovative Projekte zur Künstlichen Intelligenz, die gezielt zum Schutz von Bestäubern eingesetzt werden. Diese Aspekte unterstreichen die umfassende Bedeutung der Landesanstalt für die Imkerei und den ökologischen Fortschritt in der Region.