Die Universität Konstanz präsentiert vom 27. März bis 23. August 2026 die Ausstellung „Poesie des Fotografischen“, die dem Werk des renommierten Fotografen und Theoretikers Gottfried Jäger gewidmet ist. Die Vernissage findet am 26. März 2025 um 19:00 Uhr im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrums Turm zur Katz statt. Jäger, geboren am 13. Mai 1937 in Burg, gilt als ein wichtiger Vertreter der konkreten und generativen Fotografie und ist bekannt für seine experimentellen und seriell angelegten Arbeiten, die eine Vielzahl künstlerischer Medien umfassen, darunter analoge Fotografien, Fotogramme und digitale Bildkompositionen.

Die Ausstellung thematisiert zentral die Frage nach dem Fotografischen, einschließlich der Apparate, Techniken und der Logik des Bildes. Gottfried Jägers Ansatz vereint Kunst und Wissenschaft in einem innovativen Spannungsfeld zwischen traditionellem Handwerk und theoretischer Reflexion. Die Werke sind häufig in Serien angelegt, was seinen experimentellen Ansatz unterstreicht.

Einflussreiche Karriere und Ausbildung

Jäger hat das Fotografenhandwerk zwischen 1954 und 1958 bei Siegfried Baumann in Bielefeld erlernt und erlangte 1960 einen Abschluss in Fotoingenieurwesen an der Höheren Fachschule für Photographie in Köln. Er legte auch die Meisterprüfung im Fotografenhandwerk ab. Nach seiner Ausbildung begann Jäger seine Karriere als Technischer Lehrer für Fotografie an der Werkkunstschule Bielefeld und etablierte dort das Lehrgebiet als künstlerisches Grundlagenfach. 1972 gründete er den Studiengang Foto-/Film-Design an der Fachhochschule Bielefeld, wo er als Professor für Fotografie und Film unterrichtete und verschiedene Forschungsschwerpunkte initiierte. Seine Arbeit trug dazu bei, die theoretische Auseinandersetzung mit der Fotografie an Hochschulen zu fördern, insbesondere an der Folkwang Universität der Künste, die eine lange Tradition in der Reflexion des Fotografischen pflegt.

In den 1970er Jahren lag sein Fokus auf der Entwicklung des Begriffs „Generative Fotografie“, den er 1968 einführte und der eine systematisch-konstruktive Richtung in der künstlerischen Fotografie beschreibt. Jägers Arbeiten sind in Sammlungen bedeutender Museen vertreten, darunter das Sprengel Museum Hannover und das Museum im Kulturspeicher Würzburg.

Begleitprogramm und Publikation

Zur Ausstellung wird eine Publikation im Vexer Verlag erscheinen, die zusätzliche Einblicke in Jägers Werk und die thematischen Schwerpunkte der Ausstellung bietet. Zudem finden öffentliche Führungen statt, die von Studierenden des Seminars geleitet werden. Diese Führungen sind jeden ersten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr kostenlos und bieten Interessierten eine hervorragende Gelegenheit, mehr über die Zentrale Fragestellung des Fotografischen zu erfahren.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus werden spezielle Führungen an den folgenden Terminen angeboten: 5. April, 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli und 2. August 2026.

Für weitere Informationen zur Ausstellung und zu Gottfried Jägers Werk besuchen Sie die Webseite des Kulturzentrums Turm zur Katz.