Heute, am 7. April 2026, haben Studierende der Viadrina Universität an einem Fachseminar teilgenommen, das sich mit den komplexen Beziehungen zwischen Staaten in Europa auseinandersetzt. Das Seminar mit dem Titel „From Borders to Bridges: The Upward and Downward Spirals of Inter-State Relations in Europe“ wurde von Naum Trajanovski geleitet, einem Experten aus Nordmazedonien, der über umfangreiche Kenntnisse der Balkan-Region verfügt.

Ein besonders interessanter Teilnehmer war Camille Poli, ein Masterstudent in European Studies, der während des Ausflugs nach Słubice seinen ersten Besuch in Polen erlebte. In diesem Seminar reflektierte Poli über die erinnerungspolitischen Diskussionen, die in seiner Familie vorherrschen, insbesondere in Bezug auf die Kolonialgeschichte und den algerischen Befreiungskampf. Derartige Themen haben auch Parallelen zu den in Deutschland geführten Diskussionen über die Nazi-Vergangenheit.

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Seminarinhalte und deren Relevanz

Das Seminar zielte darauf ab, den Einfluss verschiedener Geschichtsinterpretationen auf die oft konfliktreichen Grenzbeziehungen in Europa zu erörtern. Auch die Geschichtsvermittlung spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Teilnehmer lernten, wie unterschiedliche Institutionen – von Museen über Zeitzeugenberichte bis hin zu Denkmälern – verschiedene Versionen der Geschichte präsentieren können.

Ein konkretes Beispiel, das im Rahmen des Seminars besprochen wurde, ist die Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice. Hier zeigt sich, dass Interaktionen zwischen Staaten und Kulturen häufig von alltäglichen Aspekten wie Essen und gemeinsamen Besuchen im Fitnessstudio geprägt sind. Dies verdeutlicht die Möglichkeiten, die aus der Überwindung von Grenzen entstehen können.

Engagement der Studierenden

Neben Camille Poli haben auch andere Studierende aktiv an der Gestaltung des Seminars und der begleitenden Ausstellung mitgewirkt. Unter ihnen sind Irmak Azra Tekin, Risa Fujii und Konstantin Beburov. Ihre Beiträge haben das Seminar bereichert und unterschiedliche Perspektiven auf die Thematik ermöglicht.

Das Seminar fand im Wintersemester 2025/26 statt und wurde von der Meyer-Struckmann-Stiftung finanziert. Diese Unterstützung unterstreicht die Bedeutung der Diskussion über Staatengrenzen und die gegenseitigen Beziehungen innerhalb Europas.