Die Universität Passau hat heute eine großflächige Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf ihrem Campus in Betrieb genommen. Dieses Projekt stellt das größte Energievorhaben in der Geschichte der Universität dar. Der Schritt zur Installation der PV-Anlage wurde durch rund sechs Jahre intensivem Planungs- und Umsetzungsaufwand vorbereitet. Erste Überlegungen begannen bereits 2020 im Rahmen der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der Universität. Eine entscheidende Förderung des Freistaates Bayern gewährte den notwendigen finanziellen Rahmen für die Umsetzung, wie uni-passau.de berichtet.
Mit einer Gesamtleistung von 2.600 kWp und einer Wechselrichterleistung von knapp 2.300 kW erstreckt sich die neue PV-Anlage über 14 Dachflächen der Gebäude und 13 Technikstandorte auf dem Campus. Sie ist an das Stromnetz der Stadtwerke Passau über das universitätseigene Mittelspannungsnetz angebunden. Um die nachhaltige Energieversorgung weiter zu optimieren, wurde zusätzlich ein Stromspeicher mit einer Kapazität von über 700 kWh integriert, der eine gezielte Zwischenspeicherung des Solarstroms ermöglicht und somit den Eigenverbrauch steigert.
Technische Herausforderungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Umsetzung des Projekts erforderte die Einhaltung strenger technischer Normen sowie umfangreiche Zertifizierungs- und Prüfverfahren. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde ein eigenes Glasfasernetz installiert, das eine Regelung der Anlage über Fernwirktechnik ermöglicht. Die Infrastruktur auf dem Campus wurde umfassend modernisiert, wobei Mittelspannungsübergaben und spezielle Brandschutzmaßnahmen entscheidend implementiert wurden. Für die technische Anpassung mussten statische Neuberechnungen durchgeführt und angepasste Schneefangsysteme eingeplant werden.
Besonders hervorzuheben ist die optische Integration der PV-Module und der Kabelführungen in das Campus-Design, die durch die unterschiedliche Ausrichtung der PV-Flächen eine gleichmäßige Energieerzeugung über den Tag gewährleistet. Diese neue Anlage unterstützt nicht nur eine nachhaltige Energieversorgung, sondern ermöglicht auch ressourcenschonende Kälteerzeugung sowie optimierte Kühl- und Heizlösungen auf dem Campus.
Koordination und lokale Zusammenarbeit
Die Koordination des Projekts lag in den Händen der Betriebstechnik der Universität unter der Leitung von Konrad Binder. Die Installation der PV-Anlage fand unter der Berücksichtigung des laufenden Universitätsbetriebs und in präziser Abstimmung auf Vorlesungszeiten statt. Dank der Zusammenarbeit mit regionalen Firmen sowie dem Planungsbüro ELMA konnte das Projekt erfolgreich und reibungslos realisiert werden.
Der Präsident der Universität, Prof. Ulrich Bartosch, und der Vizepräsident, Prof. Jan Schumann, betonten die große Bedeutung dieses Projekts für die nachhaltige Zukunft der Universität. Mit dieser Initiative setzt die Universität Passau ein starkes Signal für weitere nachhaltige Entwicklungen im Hochschulbereich und darüber hinaus, wie weitere Informationen auf der Webseite von uni-passau.de zeigen.



