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Die Bauhaus-Universität Weimar hat kürzlich für ihre innovative Forschung im Bereich der vertikalen Klimakläranlage Auszeichnungen erhalten. Bei diesem Projekt, das unter dem Namen Reallabor VertiKKA firmiert, handelt es sich um eine modulare Grünfassade, die Grauwasser, also gering verschmutztes Abwasser aus Küche und Bad, zur Bewässerung nutzt. Dieses Wasser wird durch ein integriertes Reinigungssubstrat aufbereitet und anschließend über ein Vlies an die Pflanzen an der Außenseite der Fassade abgegeben.

Gemäß den Ergebnissen der Forschungsarbeiten, die unter anderem von den Professuren für Bauphysik und Siedlungswasserwirtschaft durchgeführt werden, kommen zudem vorgehängte, bewegliche Photovoltaik-Elemente zum Einsatz. Diese erzeugen nicht nur Energie, sondern bieten auch einen Schutz vor Witterungseinflüssen für die Pflanzen. Physikalische Effekte wie Verschattung und Verdunstung verbessern darüber hinaus die thermische Gebäudehülle sowie das städtische Klima. Diese Effekte werden durch Sensoren kontinuierlich überwacht und analysiert.

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Forschung und Entwicklung

Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind Laboranalysen zu Mikrokunststoffen im Wasser. Darüber hinaus wird an der Weiterentwicklung des Reinigungssubstrats mit Sekundär- und Recyclingmaterialien gearbeitet. Auch umfassende Lebenszyklusanalyse sind Teil der Forschungsthemen, die im Rahmen des Reallabors behandelt werden. Die engagierten Institutionen in diesem Forschungsverbund beinhalten neben der Bauhaus-Universität auch das IAB-Institut für angewandte Bauforschung Weimar.

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Das Projekt GrayToGreen verbindet technische Innovationen mit ökologischen Prinzipien und hat sich damit als zukunftsweisendes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung profiliert. Der Erfolg dieser Initiative wurde kürzlich mit dem Tilia Award 2026 gewürdigt, der von URBAN UTOPIA bei einem Branchentreffen für Pflanzenwirtschaft verliehen wurde.

Förderung und zukünftige Perspektiven

Die Finanzierung des Projekts erfolgt über den Freistaat Thüringen und Mittel des Europäischen Sozialfonds Plus, was einen weiteren Beleg für die Bedeutung der Forschung im Bereich ressourceneffiziente Stadtquartiere darstellt. Das Reallabor VertiKKA ist Teil des BMBF-geförderten Projekts VertiKKA2, welches – im Rahmen der Förderinitiative Ressourceneffiziente Stadtquartiere (RES:Z) – innovative Lösungen für die Herausforderungen der urbanen Umwelt entwickelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer Forschung an der vertikalen Klimakläranlage Vorreiter in der Verbindung von Umweltforschung und praktischer Anwendung ist. Projekte wie VertiKKA zeigen, wie technische Lösungen der modernen Architektur zur Verbesserung des städtischen Ökosystems beitragen können.