Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat heute ihre Roadmap „GUTENBERG innovate“ für die Jahre 2026 bis 2028 vorgestellt. Ziel dieser Initiative ist die systematische Weiterentwicklung und Stärkung der Innovationskraft der Universität. Die besonderen Maßnahmen konzentrieren sich auf die Förderung von Wissenschaft und Lehre, die durch eine umfassende Transferstrategie der JGU unterstützt werden.

Die Verantwortlichen der JGU betonen, dass Innovation kein isoliertes Thema ist. Vielmehr wird sie als Querschnittsthema in alle Bereiche und Disziplinen integriert. Diese Strategie wurde gemeinsam mit Forschern und Praktikern entwickelt, um das Innovationspotenzial der JGU in die Region einzubringen. Finanzierung der geplanten Maßnahmen erfolgt unter anderem durch Lizenzeinnahmen aus Patenten. Auch die Universität wird sich um zusätzliche Förderungen bemühen.

Innovationsförderung und regionale Kooperation

Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, einer der Leiter der Initiative, betont die Notwendigkeit von Strukturen und Investitionen für die Umsetzung von innovativen Ideen. Der Umgang mit potenziellen Unternehmern wird dabei ebenso wichtig sein wie die Investition in Forschung. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich der Life Sciences, der durch Kooperationen mit lokalen Akteuren wie dem Life Science Zentrum Mainz GmbH gestärkt werden soll.

Zusätzlich hebt Prof. Dr. Stephan Jolie hervor, dass Innovation bereits im Studium beginnen sollte. Studierende sollen für unternehmerisches Handeln sensibilisiert werden, um sie besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Die Verbindung von Gutenbergs Erbe mit den Anforderungen moderner Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der Roadmap.

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie sind auch die geplanten Aktivitäten zur Bündelung bestehender und zur Entwicklung neuer Formate, die der Förderung von Ideen und der Unterstützung von Innovatoren dienen werden. Dazu zählen Expert*innenrunden, Impulse zur Innovationskultur und Veranstaltungen, die Wissenschaft und Wirtschaft miteinander vernetzen sollen.

Transferstrategien an anderen Universitäten

Die LUH hat bereits Forschungsschwerpunkte in Bereichen wie Produktionstechnik und Biomedizinforschung etabliert. Diese bieten Ansatzpunkte für den Wissens- und Technologietransfer sowie für Forschungskooperationen. Auch die Entwicklung von Schutzrechten und wissenschaftlichen Weiterbildungsprogrammen wird aktiv vorangetrieben.

Beide Universitäten setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit externen Partnern, um ihre Innovationskraft nachhaltig zu stärken und den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft begegnen zu können. Während die JGU sich insbesondere auf die Einbindung in regionale Netzwerke konzentriert, verfolgt die LUH eine breitere Strategie des Transfers, die nationale und internationale Kooperationen umfasst.

Die Initiativen beider Hochschulen zeigen, wie wichtig es ist, innovative Ansätze in der Bildung und Forschung zu fördern, um den Anforderungen einer sich ständig verändernden Welt gerecht zu werden. Sie tragen dazu bei, dass Universitäten nicht nur Ausbildungsstätten sind, sondern auch aktiv zur Entwicklung von Lösungen in Gesellschaft und Wirtschaft beitragen können.

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