Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Am 2. April 2026 wurde im Rahmen der 24. Tagung DERM, einer der bedeutendsten dermatologischen Fachtagungen in Deutschland mit rund 2.000 Teilnehmern, der Innovationspreis an Prof. Dr. Christoph Skudlik verliehen. Diese Auszeichnung würdigt seine wissenschaftliche Leitung bei der Neufassung der „Bamberger Empfehlung“, die zentrale Rahmenbedingungen für die Bewertung und Versorgung arbeitsbedingter Hauterkrankungen definiert. Ursprünglich 2003 von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) veröffentlicht, wurde die Empfehlung 2025 umfassend überarbeitet.

Die neue Fassung der „Bamberger Empfehlung“ enthält klare Kriterien, die eine einfachere Anerkennung arbeitsbedingter Hauterkrankungen als Berufskrankheit ermöglichen. Dies wird dazu führen, dass künftig mehr Betroffene Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung in Anspruch nehmen können, die über die kassenärztliche Versorgung hinausgehen. Prof. Dr. Christoph Skudlik ist Chefarzt des Instituts für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück sowie am BG Klinikum Hamburg. Des Weiteren hat er seit Ende 2025 die Stiftungsprofessur „Berufsdermatologie“ an der Universität Osnabrück inne. Der Preis wird von der Unna-Akademie e.V. (Hamburg) gestiftet, die nach dem Pionier der modernen Dermatologie, Prof. Dr. Paul Gerson Unna, benannt ist.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Hauterkrankungen im Berufsumfeld

Hautkrankheiten sind die häufigsten gemeldeten Erkrankungen in der gesetzlichen Unfallversicherung für Erwerbstätige. Besonders betroffen sind Branchen wie der Gesundheitsdienst, das Friseurgewerbe, Metallbetriebe, Reinigungsunternehmen und die Gastronomie. Handekzeme werden häufig als die häufigste Erkrankung identifiziert. Diese Entzündungen äußern sich durch Nässen, Bläschen und Schmerzen.

In-article Werbung
In-article Werbung

Die Ursachen dieser Erkrankungen liegen oft in Feuchtarbeiten, dem Kontakt mit Wasser und verschiedenen Reinigungsmitteln sowie dem Arbeiten mit Handschuhen. Unbehandelte Ekzeme können chronisch werden und im schlimmsten Fall zur Aufgabe der beruflichen Tätigkeit führen. Daher ist es entscheidend, bei Hautveränderungen frühzeitig einen Betriebs- oder Hautarzt aufzusuchen, um rechtzeitig zu handeln.

Präventionsstrategien und Unterstützung

Die DGUV bietet zahlreiche Präventionsstrategien an, um den Betroffenen zu helfen, die Heilung der geschädigten Haut zu fördern und damit deren Verbleib im Beruf zu sichern. Unfallversicherungsträger koordinieren die Heilbehandlung und arbeiten eng mit Betroffenen und Hautärzten zusammen, um Ursachen zu identifizieren. Individuelle Präventionsmaßnahmen, die parallel zur ärztlichen Behandlung durchgeführt werden, sind ebenfalls wesentlich.

Für spezifische Gruppen wie Friseure und Pflegekräfte werden Schulungs- und Beratungszentren eingerichtet, um die Teilnahme an branchenspezifischen Hautschutzseminaren zu fördern. Wichtig ist auch, dass Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, geeignete Schutzmaßnahmen wie Hautschutzmittel und Schutzhandschuhe bereitzustellen. Die Kosten für präventive Maßnahmen werden von den Unfallversicherungsträgern übernommen.

Für viele sind diese Ansätze entscheidend, um gesund zu bleiben und im Beruf weiterhin aktiv zu sein. Die Kombination aus verbesserter Anerkennung von Hauterkrankungen als Berufskrankheit und einem umfassenden Unterstützungsangebot könnte die Situation für viele Erwerbstätige grundlegend verbessern.

Uni Osnabrück berichtet, dass die Neufassung der „Bamberger Empfehlung“ den Betroffenen zugutekommt. Zudem informiert die DGUV über die grundlegenden Informationen zu Hauterkrankungen im Beruf. Diese Initiative ist von großer Bedeutung für die zukünftige Gesundheit der Arbeiter und die Sicherstellung von Arbeitsplätzen trotz gesundheitlicher Herausforderungen.