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Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck reiste Ende März mit rund 20 Hochschulleitungen aus Deutschland nach Ghana. Diese Delegationsreise wurde im Rahmen des Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) durchgeführt. Steinbeck unterzeichnete dort wichtige Kooperationsvereinbarungen an zwei Universitäten, was die Zusammenarbeit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) mit afrikanischen Einrichtungen vertieft.

Am 23. März besuchte sie die University of Ghana in Accra, mit der die HHU bereits in verschiedenen Bereichen vernetzt ist. Im Rahmen dieses Besuchs wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Dies stellt die erste Universitätspartnerschaft der HHU mit einer afrikanischen Universität dar. Insbesondere die Bereiche Anglistik sowie der Exzellenzcluster CEPLAS (Pflanzenbiologie) stehen im Fokus der zukünftigen Kooperation.

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Förderung der Hochschulbildung

Die Koordination der Erasmus-Projekte mit der University of Ghana übernimmt Prof. Dr. Stefanie Michels, die dort bereits fachliche Kontakte aufgebaut hat. Gespräche fanden zudem mit der Pan African Doctoral Academy (PADA) in Accra statt, was das Engagement der HHU in der Region weiter untermauert. Der Besuch wurde von einem Empfang in der Residenz des deutschen Botschafters in Ghana, Frederik Landshöft, begleitet.

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Am 25. März reiste Steinbeck zur Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Kumasi. Die HHU pflegt bereits seit 15 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der KNUST im Bereich Tropenmedizin. Im Zuge dieser Reise wurde das bestehende MoU mit der KNUST verlängert, um die Institutspartnerschaft auf eine neue Grundlage zu stellen.

Strategische Partnerschaften im Globalen Süden

Diese Reise ist Teil des strategischen Engagements der HHU für Partnerschaften mit Hochschulen des Globalen Südens. Im Kontext der internationalen Hochschulbildung und wissenschaftlicher Austausch wird deutlich, dass dies zentrale Elemente der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik darstellen. Deutsche Hochschulen fördern durch Kooperationen mit Ländern des Globalen Südens wirtschaftliche Transformation, Sicherheit und Lösungen für globale Herausforderungen, wie etwa im DAAD-Journal hervorgehoben wird.

Dr. Faith Mugisha Ahabyoona betont, dass Afrika Partnerschaften und keine Wohltätigkeit benötigt. Bei der DAAD-Konferenz „Creating Impact in Challenging Times“ im Dezember 2025 in Berlin, die rund 120 Teilnehmende aus verschiedenen Ländern versammelte, wurde die Rolle internationaler Hochschulkooperationen in einem geopolitisch fragmentierten Umfeld thematisiert. Akademischer Austausch wird als bedeutend für wirtschaftliche Transformation und nachhaltige Entwicklung angesehen.

Im Jahr 2024 arbeiteten deutsche Hochschulen in insgesamt 7.441 Kooperationen mit Partnern aus OECD DAC-Ländern und veröffentlichten 112.213 gemeinsame Publikationen. Über 20.000 Promovierende aus diesen Regionen forschen in Deutschland, was 67 Prozent aller internationalen Promotionsstudierenden entspricht. Rund 270.000 Studierende aus diesen Ländern machen etwa 70 Prozent der in Deutschland studierenden internationalen Studierenden aus.

Insbesondere Programme wie das DIES-Programm zur Förderung des institutionellen Managements an Hochschulen in DAC-Ländern seit 2001 konnten über 3.000 qualifizierte Hochschulmanager hervorbringen. Solche Initiativen tragen ebenfalls zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen bei, indem sie die globale Hochschulbildung stärken und den Technologietransfer sowie wirtschaftliche Transformation unterstützen.