Seit Dezember 2020 arbeiten Experten an der Erschließung der historischen Musikhandschriften der Universitätsbibliothek Rostock. Diese bedeutende Aufgabe erfolgt an der Arbeitsstelle des „Répertoire International des Sources Musicales“ (RISM) in Dresden. Die Erschließungsarbeiten sind nun abgeschlossen und wurden im Dezember 2025 beendet.

Der Bestand der musikhistorischen Schätze stammt größtenteils von Erbprinzen Friedrich Ludwig von Württemberg-Stuttgart, der von 1698 bis 1731 lebte, und seiner Tochter, Herzogin Luise Friederike von Mecklenburg-Schwerin, die von 1722 bis 1791 lebte. Ebenso sind Werke von der Rostocker Singakademie sowie von verschiedenen Rostocker Bürgerfamilien in den Sammlungen zu finden.

Umfangreiche Datensätze und Digitalisierung

Besonders bemerkenswert ist, dass für über 4.000 Stücke in etwa 1.100 Handschriften aus vier Jahrhunderten Datensätze angelegt wurden. Die Rostocker Bestände sind nun im RISM-Katalog unter dem Sigel D-ROu recherchierbar und können als offene Daten über die RISM Online API abgerufen werden. Dank der RISM-Arbeitsstelle und den engagierten Bearbeiterinnen, Dr. Miriam Roner und Amrei Flechsig, konnte diese umfassende Erschließung umgesetzt werden.

Einige der Musikalien sind bereits in der Digitalen Bibliothek RosDok einsehbar und stehen zur Einsicht und zum Download bereit. Derweil befindet sich ein Projekt zur Digitalisierung des Gesamtbestands in der Vorbereitung, mit dem Ziel, die Rostocker Musikhandschriften in einigen Jahren vollständig online verfügbar zu machen.

Weitere Informationen

Für Interessierte sind weitere Informationen zu den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Rostock auf der Website der Bibliothek verfügbar. Die Erschließung dieser historischen Musikhandschriften stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Bewahrung des kulturellen Erbes dar, sondern öffnet auch neue Wege für Forschung und Bildung im Bereich der Musikgeschichte. Uni-Rostock berichtet über den Fortschritt dieses bedeutenden Projekts.