Am 9. Februar 2026 gaben Prof.in Ursula M. Staudinger, die Rektorin der Technischen Universität Dresden (TUD), und Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch bekannt, dass am 13. Februar 2026 eine große Menschenkette in Dresden stattfinden wird. Unter dem Motto „Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag“ soll dieses Ereignis ein starkes Zeichen für Verantwortung, Solidarität und eine offene Gesellschaft setzen. Die Menschenkette wird um 18:00 Uhr 시작en und sich über die gesamte Innenstadt erstrecken.
Die Auftaktkundgebung der Veranstaltung beginnt bereits um 17:00 Uhr vor dem Kulturpalast. In den Ansprachen, unter anderem von Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Rachel Lancaster, der Lord Mayor von Coventry, wird die Bedeutung des gemeinsamen Zuges betont. Hilbert ruft die Bürgerinnen und Bürger zu einer aktiven Teilnahme auf, um ein Zeichen für die Menschenrechte und die Demokratie zu setzen.
Erinnerungskultur in Dresden
Die Menschenkette ist nicht nur ein isoliertes Ereignis, sondern Teil eines umfangreichen Jahresprogramms zur Erinnerungskultur in Dresden. Dieses Programm soll den Fokus auf die gesellschaftlichen Herausforderungen lenken, mit denen Deutschland, die Stadt Dresden und die gesamte Gesellschaft konfrontiert sind.
Zusätzlich zur Menschenkette wird ein Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Michael Sanderling stattfinden. Es verbindet Werke von William Kentridge und Dmitri Schostakowitsch, die zur Reflexion über das Vergangene und die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen anregen sollen.
In der breiteren Diskussion um die Erinnerungskultur in Deutschland ist das Gedenken an das NS-Regime und die Aufarbeitung der Vergangenheit von zentraler Bedeutung. Laut Informationen von der Bundeszentrale für politische Bildung steht die Erinnerung an die Gräueltaten des Holocaust im Fokus. Dies wird besonders deutlich am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust, der jährlich am 27. Januar begangen wird.
Aktuelle Herausforderungen der Erinnerungskultur
Doch die Erinnerungskultur ist nicht ohne Herausforderungen. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen haben gezeigt, dass das Gedenken an die Vergangenheit auch gegenwärtigen Diskursen standhalten muss. Die Bedrohung durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nimmt zu, und der Rechtsextremismus wird immer präsenter. Diese Entwicklungen machen die Aufklärung über die Geschichte und die damit verbundenen Menschenrechte wichtig.
Die Gesellschaft benötigt Orte des Gedenkens, um die Lehren aus der Geschichte zu vermitteln. So steht das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin als ständige Mahnung. Auch die Diskussion um neue Denkmäler, wie das geplante „Polendenkmal“ in Berlin, ist ein Beispiel dafür, wie Erinnerungskultur in der Öffentlichkeit behandelt wird.
Die Menschenkette in Dresden am 13. Februar bietet somit die Gelegenheit, die Wichtigkeit der Erinnerungskultur zu betonen und aktiv zu unterstützen. Es wird ein Moment sein, in dem mehrere tausend Menschen Hand in Hand ein Zeichen setzen, begleitet vom Glockengeläut der Dresdner Kirchen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website von Dresden zu finden: www.1945.dresden.de.