Ein großartiger Erfolg für das Team „Liquid Mirror“ der TU Ilmenau! Am 16. Februar 2026 wurde das Team, bestehend aus den Doktoranden Johannes Leineweber und Juan Sebastian Fischer Calderón, für ihre außergewöhnliche Forschungsarbeit ausgezeichnet. Ihr Projekt befasst sich mit der kosteneffizienten Überwachung großformatiger Nanopräzisionsoptiken und macht damit einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung interferometrischer Messverfahren.
Das Ziel dieser innovativen Ansätze ist es, die Messungen durch MEMS-basiertes Multiplexing wirtschaftlicher zu gestalten. Diese Entwicklung könnte insbesondere in der optischen Messtechnik große Wellen schlagen. Die Zusammenarbeit mit der IMMS GmbH zeigt, wie Forschung und Industrie Hand in Hand gehen, um technische Machbarkeiten zu untersuchen und Lösungen zu entwickeln.
Innovationen im Fokus
Das iHUB-Pitch-Format fördert seit 2022 technologieorientierte Innovationen und unterstützt prämierten Teams durch finanzierte Forschungsarbeiten, Machbarkeitsanalysen und Prototypenentwicklung. Neben „Liquid Mirror“ wurden auch andere beeindruckende Projekte ausgezeichnet. Unter diesen sind:
- HyCPower GmbH: Entwicklung einer hochtemperaturbeständigen Membranlösung zur effizienteren Wasserstoffgewinnung aus Biogas.
- Cucumber Company GmbH: Ein skalierbares Funk-Audio-Assistenzsystem für Silent-Proben und -Live-Formate.
- Kites for Future: Fokus auf ein zuverlässiges Funkinterface für Flugwindkraftanlagen.
- Alangu GmbH: Toolkit zur automatisierten Übersetzung in die deutsche Gebärdensprache.
Die TU Ilmenau bringt ihre Expertise in verschiedenen Bereichen wie Funktechnologien, Signalverarbeitung, Messtechnik, Bildverarbeitung und intelligenten Assistenzsystemen in diese spannende Sache ein. Dies stärkt die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks von InSignA, das Kompetenzen mehrerer Fraunhofer-Institute und der TU Ilmenau bündelt.
MEMS-Technologie im Aufwind
Die MEMS-Technologie, auf die das Team „Liquid Mirror“ setzt, steht auch im Zentrum vieler anderer Anwendungen in der Wissenschaft und Technik. So ist das ISIT (Institut für Siliziumtechnologie) maßgeblich in der Entwicklung optischer Mikrosysteme involviert. Dazu gehören unter anderem Vektorscanner und Resonanz-MEMS-Scanner, die besonders in Bereichen wie LIDAR (Light Detection and Ranging) von Bedeutung sind. Lidar-Systeme finden Anwendung in autonomem Fahren und nutzen Technologien wie time-of-flight und FMCW, um präzise Daten zu erfassen.
MEMS-basierte Systeme bieten hier zahlreiche Vorteile, da sie hohe Geschwindigkeiten ermöglichen und ein gutes Gleichgewicht zwischen Sichtfeld und Strahlgröße bieten. Experimentelle Ergebnisse zeigen vielversprechende Fortschritte, einschließlich einer maximalen Genauigkeit von 1 cm bei der Entfernungsmessung. Zukünftige Entwicklungen könnten die Scangeschwindigkeit und Datenübertragungsraten weiter steigern.
Insgesamt zeigt die Kombination dieser innovativen Projekte und Technologien, wie wichtig die Förderung von Forschung und Entwicklung in Deutschland ist. Der iHUB-Pitch 2026 hat damit nicht nur wegweisende Ideen hervorgebracht, sondern auch einen Raum für zukünftige technologische Durchbrüche geschaffen.