Am 17. Februar 2026 ist die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indien im Bereich der Hochschulbildung ein zentraler Fokus, besonders im Kontext der TU Ilmenau. Dort sind die Gastwissenschaftlerinnen Antara Shridhar Poi Raiturker und Shanaia Tabitha da Cruz Fernandes aktiv. Ihr Aufenthalt an der Universität ist Teil eines umfassenderen Engagements, das auch die Intensivierung der Beziehungen zur privaten Universität BITS Pilani in Indien beinhaltet.

Die Universität BITS Pilani gilt als eine der führenden technischen Hochschulen Indiens und ist bekannt für ihre exzellenten Programme in Ingenieur-, Natur- und Computerwissenschaften. Ihr selektives Aufnahmesystem sorgt dafür, dass viele Absolventen Spitzenpositionen in der Industrie erreichen. Dieses Potenzial soll durch Veranstaltungen wie den India Day Thuringia, der im November 2024 stattfand, weiter ausgebaut werden.

India Day Thuringia 2024

Die Veranstalter des India Day Thuringia, die LEG Thuringia und die TU Ilmenau, zielen darauf ab, wirtschaftliche, akademische und kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Indien zu fördern. Während der Veranstaltung wurden verschiedene Möglichkeiten für den Austausch und das Networking angeboten, einschließlich Keynote-Vorträgen und parallelen Workshops für Teilnehmer aus der Industrie und Wissenschaft.

Ein besonderes Highlight war das Indian Business Idol, bei dem Studierende der TU Ilmenau ihre Geschäftsideen präsentieren konnten. Die Veranstaltung endete mit einem kulturellen Programm, einschließlich Feierlichkeiten zu Diwali, in Kooperation mit KuKo e.V. Diese Initiativen sind ein Beweis für das Engagement, die bilateralen Beziehungen weiter zu vertiefen.

Forschung und Entwicklung

Die Doktorandinnen Poi Raiturker und da Cruz Fernandes haben in den Laboren von Prof. Andreas Schober und PD Sukhdeep Singh an interdisziplinären Forschungsprojekten gearbeitet. Antara Shridhar Poi Raiturker konnte dabei wertvolle Kenntnisse in 3D-Zellkulturtechniken auf thermoformten Substraten erlangen, während sie sich mit der Kultivierung von Gehirnorganoiden aus Stammzellen auseinandersetzte. Diese Organoide sind entscheidend für die Entwicklung neuer Therapien und das Verständnis komplexer Krankheiten wie Multiple Sklerose und Gehirntumore.

Zusätzlich ist Hannes Zorn, ein Bachelorstudent, damit beschäftigt, die Eigenschaften natürlicher Hydrogele aus Schweinegehirn mit kommerziellen Hydrogelen zu vergleichen. Diese Forschungen stehen im Einklang mit den allgemeinen Zielen der Indo-German Partnership, die durch verschiedene Programme und Initiativen wie das Indo-German Science and Technology Center sowie das MoU zwischen der University Grants Commission (UGC) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstützt wird.

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland hat in den letzten Jahren dank zahlreicher hochrangiger diplomatischer Besuche an Bedeutung gewonnen. Der Fokus auf Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung ist nicht nur für die jeweilige Nation von Vorteil, sondern auch für die globale wissenschaftliche Gemeinschaft insgesamt. Das gemeinsame Ziel ist es, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren.