Die Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke (UW/H) eröffnet eine neue Fotogalerie mit dem Titel „Echo vergangener Tage“. Diese Ausstellung nimmt Besucher:innen mit auf eine visuelle Reise durch die Industriegeschichte der Region und zeigt, wie Studierende ihre Umgebung durch die Linse der Fotografie entdecken.

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von Studierenden des Kurses „Fotografische Ethnografie“, der Teil des studienbegleitenden Studium fundamentale ist. Dieser Kurs richtet sich an alle Fachrichtungen und hat das Ziel, den Blick der Teilnehmenden auf ihr Umfeld zu schärfen, indem er theoretische Grundlagen mit praktischen Arbeiten vor Ort kombiniert. Regelmäßige Exkursionen zu historischen Orten, unter anderem zur Zeche Nachtigall, ermöglichen es den Studierenden, die Industriegeschichte Wittens hautnah zu erleben.

Kuratierten Werke und Persönlichkeitsentwicklung

Die Studierenden haben ihre Werke selbst kuratiert und einen gemeinsamen Arbeitstitel entwickelt, was die Kreativität und Eigenverantwortung im Rahmen des Kurses stärkt. Prof. Dr. Stefan Zimmer, der zahnärztliche Leiter der Zahnklinik, hebt hervor, wie wertvoll solche Projekte für die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden sind. „Durch die fotografische Auseinandersetzung lernen sie nicht nur ihre Umgebung neu zu betrachten, sondern auch ihre eigene Sichtweise zu hinterfragen“, so Zimmer.

Die Ausstellung ist bis zum Ende des Sommersemesters 2026 in der Zahnklinik zu sehen, die jährlich etwa 25.000 Patient:innen und 80.000 Besuche verzeichnet. Diese hohe Besucherzahl bietet den Studierenden eine einmalige Plattform, um ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren.

Engagement und Interesse an Kunst

Die Zahnklinik beschäftigt rund 150 Mitarbeitende und beherbergt etwa 250 Zahnmedizin-Studierende, die an Kunst- und Fotoausstellungen großes Interesse zeigen. Dies zeigt sich nicht nur in der aktuellen Ausstellung, sondern auch in der aktiven Förderung kultureller Aktivitäten innerhalb der Institution.

Insgesamt ermöglicht die Ausstellung „Echo vergangener Tage“ den Besucher:innen, Landmarken und Industriedenkmäler aus neuen Perspektiven zu betrachten und einen tiefen Einblick in die regionale Geschichte Wittens zu gewinnen. Es ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Fotografie und Bildung miteinander verbunden werden können.

Für mehr Informationen zur Ausstellung besuchen Sie bitte uni-wh.de.