Die Universität Bremen wird vom 18. bis 20. Februar 2026 zum Mittelpunkt der Inklusionsforschung. Über 300 Forschende treffen sich zu einer großen Fachtagung, die unter dem Titel „Forschung – Haltung – Aktivismus? Inklusionsforschung zwischen Bildungsutopie und Systemkonformität“ steht. Die Veranstaltung wird von Professorin Natascha Korff und Professor Frank J. Müller organisiert und verspricht spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen innerhalb der Disability Studies.

Ein besonderes Highlight wird der Eröffnungsvortrag von Professor Michael Zander sein, der den Zusammenhang zwischen gesamtgesellschaftlichen Fragen und schulischen Strukturen thematisiert. Zander betont in seinen Arbeiten die Notwendigkeit, soziale Gerechtigkeit in den Bildungseinrichtungen zu verankern. Dies wird während der Tagung besonders im Fokus stehen, da die Teilnehmenden den Blick auf die Integration und Förderung aller Schüler:innen lenken.

Vielfältige Beiträge und Diskussionen

Zusätzlich zu den Vorträgen aus der Wissenschaft werden auch Stimmen von Schülerinnen zu hören sein. Am Donnerstag wird eine Bremer Schülerin, Janne Schmidmann, gemeinsam mit Professor Jan Steffens einen einleitenden Vortrag halten. Diese Ansätze sollen die Perspektive der Betroffenen direkt einbringen und Platz für einen Dialog über Inklusion in der Schule schaffen.

Für die Bremer Praxis gibt es am Donnerstag Nachmittag eine besondere Einladung, um über die Themen Inklusion und beziehungsorientierte Schulen zu diskutieren. Darunter werden auch wichtige Akteure wie Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung, sowie Dr. Arne Frankenstein, der Landesbehindertenbeauftragte, erwartet.

Professor Frank J. Müller hebt hervor, dass die Verbindung von Forschung, persönlicher Haltung und aktivistischem Engagement entscheidend für die Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft sei. Diese starke Verbindung soll während der Tagung immer wieder thematisiert werden, um die Teilnehmenden zur Reflexion über ihre eigenen Positionen anzuregen.

Barcamp und Austausch

Ein weiterer spannender Bestandteil der Tagung wird ein Barcamp sein, das lokale Lehrkräfte, Studierende und Interessierte einbezieht. Hier sollen aktuelle Entwicklungen in der Inklusionsforschung und praktische Ansätze in der Schule diskutiert werden. Solche Formate fördern den Austausch und ermöglichen es, direkt von den Erfahrungen und Herausforderungen der Kollegen zu lernen.

Ein abschließender Höhepunkt findet am 20. Februar um 11:00 Uhr statt: Professorin Evelynn Hammonds und Professor Timothy Patrick McCarthy von der Harvard University werden über die Herausforderungen der inklusiven Pädagogik sprechen, insbesondere im Hinblick auf den Druck von rechtsextremen politischen Gruppierungen. Dies stellt ein wichtiges Thema dar, das nicht nur für die Bildungspolitik, sondern auch für die gesamte Gesellschaft kritisch ist.

Zusätzlich haben Redaktionen die Möglichkeit, Interviews mit renommierten Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen zu führen. Dies eröffnet eine Plattform für den Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Anwendung in der Praxis, was für die Öffentlichkeitsarbeit und die Verbreitung neuer Ideen von großem Nutzen sein wird.

Die Tagung an der Universität Bremen könnte somit als Katalysator für neue wissenschaftliche und gesellschaftliche Impulse in der Inklusionsforschung wirken. uni-bremen.de berichtet von den vielfältigen Aktivitäten und der hochkarätigen Besetzung, die für eine inspirierende Atmosphäre sorgen werden.