Das Erasmus+-Projekt, das von der Universität Vechta geleitet wird, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, umfassend inklusive Schulbücher zu entwickeln. Diese Initiative wurde mit rund 250.000 Euro gefördert und trägt den Namen Digital Education Material (DEM). Dr. Hannah Lathan und Prof. Dr. Leif Mönter sind die Treiber dieses Projekts, das sich besonders auf die Bedürfnisse von Lernenden mit Förderbedarfen konzentriert, wie etwa Schüler mit Deutsch als Zweitsprache oder solche mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Diese Schwerpunkte zielen darauf ab, die Sensibilität für die Unterschiede der Lernenden zu erhöhen und Schwachstellen in den bestehenden Schulbüchern zu überwinden, wie [mynewsdesk.com] berichtet.

Im Fokus des Projekts stehen digitale Schulbücher für die Fächer Geographie und Mathematik. Diese sollen durch innovative Ansätze das inklusive Lernen fördern. Ein Beispiel für diese methodischen Neuerungen ist die schrittweise Darstellung eines Schichtvulkans in Form von Bildfolgen, die speziell für unterschiedliche Lernbedürfnisse aufbereitet werden. Die Ergebnisse des Projekts umfassen bereits entwickelte digitale Prototypen, die sowohl für Grundschulen als auch für weiterführende Schulen konzipiert sind. Darüber hinaus werden neue Leitlinien für barrierefreie E-Books erstellt, die zukünftige Entwicklungen im Bereich digitaler Schulbücher beeinflussen sollen.

Interdisziplinäre Ansätze und Lehrerausbildung

Ein weiteres zentrales Element dieses Projekts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Diese wird als Schlüssel betrachtet, um eine höhere Teilhabe im Unterricht zu gewährleisten. Der Austausch von Ideen und Methoden zwischen verschiedenen Fachbereichen soll dazu beitragen, die Entwicklungsprozesse der digitalen Schulbücher noch effizienter zu gestalten. Gleichzeitig bietet das Projekt auch wertvolle Impulse für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften, um sicherzustellen, dass diese bestens für den Umgang mit inklusivem Unterricht gerüstet sind.

Das Erasmus+-Programm selbst, das seit 2014 besteht, dient nicht nur der Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien, sondern auch der Förderung der schulischen, beruflichen und persönlichen Entwicklung von Menschen in Europa. Es ermöglicht Auslandsaufenthalte für Lernen, Studieren und Berufserfahrungen, und ist darauf ausgelegt, die europäische Dimension des Lehrens und Lernens zu stärken. Inklusion wird hierbei großgeschrieben, da das Programm besondere Anstrengungen unternimmt, um Menschen mit geringeren Chancen, darunter insbesondere Schüler mit Behinderungen und aus benachteiligten sozialen oder kulturellen Hintergründen, einzubeziehen, wie auf [erasmusplus.de] zu lesen ist.

Zusätzlich legt das neu aufgelegte Erasmus+-Programm, welches seit 2021 in Kraft ist, einen klaren Fokus auf digitales Lernen und ökologische Nachhaltigkeit. Der Bereich der Mobilitätsprojekte ermöglicht es Schulen, Auslandsaufenthalte für Schüler und Personal zu realisieren, während die Akkreditierung für Schulen und Kitas bis 2027 den Zugang zu europäischen Austauschprojekten erleichtert.