Die RPTU (Rheinpfalz Technische Universität) hat heute, am 25.02.2026, ein vielversprechendes Forschungsprogramm in Kooperation mit der Polytechnischen Universität Bukarest ins Leben gerufen. Dieses Projekt fokussiert sich auf die Entwicklung innovativer Lasertechnologien mit dem Ziel, den Forschungsnachwuchs in der Experimentalphysik zu fördern. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, grundlegende Anwendungen in den Bereichen Optik, Photonik und medizinische Diagnostik zu erforschen. Damit wird der Grundstein für bedeutende Fortschritte in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gelegt.

Leiter der Arbeitsgruppe „Optische Quantenmesstechnik“ an der RPTU, Professor Ioachim Pupeza, wird die Forschungsaktivitäten leiten. Sein Team konzentriert sich auf die Entwicklung neuartiger experimenteller Aufbauten und Verfahren, die innovative Laserparameter nutzen. Die RPTU-Forschenden bringen umfassende Kenntnisse in der Laserspektroskopie sowie Hochleistungs-Laserarchitekturen in die Kooperation ein, während die Polytechnische Universität Bukarest über tiefgreifende Expertise in der Kernphysik verfügt.

Technologische Herausforderungen und Perspektiven

Eines der Hauptziele dieser Kooperation besteht darin, die Herausforderungen ultraintensiver Laser und hochbrillanter Gammastrahlen zu bewältigen. Diese Technologien sind entscheidend für vielfältige Anwendungen und versprechen, modernste Hochleistungs-Ultrakurzpulslasertechnologien voranzutreiben. Die Zusammenarbeit wird nicht nur die Grundlagenforschung stärken, sondern auch dazu beitragen, hochmoderne Technologien für die medizinische Diagnostik zu entwickeln. Dies wird insbesondere der biomedizinischen Forschung zugutekommen, in der optische und photonische Techniken von zentraler Bedeutung sind.

Optische und photonische Techniken haben sich als unverzichtbare Werkzeuge in der biomedizinischen Forschung etabliert. Der Einsatz von Mikroskopiemethoden zur Untersuchung von lebenden Zellen ist ein Beispiel für den Fortschritt in der Rezeptorforschung und der Diagnostik. Diese Forschungsfelder profitieren von den Methoden, die im Rahmen des Programms von RPTU und der Polytechnischen Universität entwickelt werden. Die Expertise der RPTU-Forscher wird durch zusätzliche Projekte am Universitätsklinikum Jena ergänzt.

Forschungsverbünde und medizintechnische Innovationen

  • DFG-Projekte wie FOR 2518 DynIon, das sich mit der Dynamik von Ionenkanälen befasst.
  • Das GRK 3014 PhINT untersucht die Wechselwirkungen zwischen Licht und neuen Materialien.
  • Forschungsimpuls TOOLS bildet einen interdisziplinären Zusammenschluss zur Grundlagenforschung in optischen Technologien.

Zusätzlich gibt es viele spannende Projekte mit Bundes- und EU-Förderung, etwa der Forschungscampus Infectognostics, der schnelle technische Lösungen für den Nachweis von Infektionen entwickelt. Das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung in Jena ist besonders aktiv in der Erforschung lichtbasierter Technologien für Diagnostik und Therapie, wie bei SARSCoV2DX, das sich auf die Diagnostik von COVID-19 fokussiert.

Ein weiterer bedeutender Aspekt dieser technologischen Entwicklungen ist die Arbeit im Kompetenz-Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien des Leibniz-IPHT. Die Forschung hier konzentriert sich auf die Entwicklung von Dünnschichtsensoren und mikrofluidischen Bauelementen, die in der Strahlungssensorik und Biophotonik zur Anwendung kommen.

Die Kooperation und die damit verbundenen Projekte zeigen das große Potenzial, das die Kombination aus Erfahrungen und Innovationen der beteiligten Institutionen mit sich bringt. Forscherinnen und Forscher an der RPTU, der Polytechnischen Universität Bukarest sowie am Leibniz-IPHT sind entschlossen, mit modernster Technologie die Grenzen der Wissenschaft zu erweitern und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.