Die Universität Hamburg und die F. Laeisz GmbH rufen in diesem Jahr erstmals den F. Laeisz Award für Maritime Innovation ins Leben. Der Preis wird am 18. Februar 2026 im Rahmen der Hamburg Sustainability Week verliehen und möchte innovative wissenschaftliche sowie praxisnahe Projekte zur nachhaltigen Transformation der maritimen Wirtschaft auszeichnen. Mit einem Gesamtpreisgeld von 20.000 Euro zielt die Initiative darauf ab, ökologische Nachhaltigkeit in der Schifffahrt und in maritimen Wertschöpfungsketten zu fördern.

Besonders wichtig sind dabei die Bereiche Dekarbonisierung, Umwelt- und Ökosystemschutz, nachhaltige Wertschöpfungsketten, Logistikprozesse sowie Digitalisierung. Der Award richtet sich an Projekte in frühen Entwicklungs- oder Pilotphasen, die ein hohes Transformationspotenzial aufweisen. Zielgruppen sind Studierende, Forschende, Projektteams, Initiativen und Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum.

Bewerbung und Preisvergabe

Die Bewerbung für den F. Laeisz Award erfolgt über ein Online-Formular auf der Homepage der Universität Hamburg. Eine interdisziplinäre Jury, die sich aus Vertretenden der Wissenschaft, der maritimen Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik zusammensetzt, wird die Preistragenden auswählen. Bewertungsfaktoren umfassen den Innovationsgrad, die Nachhaltigkeitswirkung, die Umsetzbarkeit und die Entwicklungsperspektive der eingereichten Projekte.

Die Preisverteilung sieht wie folgt aus: Der erste Platz erhält 10.000 Euro, der zweite Platz 6.000 Euro und der dritte Platz 4.000 Euro. Neben den finanziellen Anreizen profitieren die Preistragenden zudem von öffentlicher Würdigung sowie von Sichtbarkeit und Vernetzung in der maritimen Wirtschaft und Nachhaltigkeitsbranche. Der Bewerbungsschluss für den Award ist der 17. April 2026.

Klimaneutralität in der Schifffahrt

Der F. Laeisz Award ist Teil eines größeren Trends, der sich in der maritimen Branche abzeichnet. So hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen neuen Förderschwerpunkt mit dem Namen MARITIME.zeroGHG ins Leben gerufen. Dieser Fokus ist darauf gerichtet, technologische Grundlagen für die Dekarbonisierung von Schifffahrt und Schiffbau zu schaffen. Hierfür steht ein Budget von 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dieter Janecek, betont die Wichtigkeit von klimafreundlichen Schiffsantrieben und alternativen Kraftstoffen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Werften. Ziel ist es, den Weg zu klimaneutralen Schiffen zu ebnen und eine maritime Zeitenwende einzuleiten. Diese Anstrengungen finden auch Vorbilder in internationalen Entwicklungsstrategien, wie der Beschluss der International Maritime Organization (IMO) aus Juli 2023, der die Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Seeverkehr mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 anstrebt.

Insgesamt unterstützen die maritimen Forschungsprogramme des Bundesministeriums jährlich mit etwa 90 Millionen Euro die weitere Entwicklung innovationsgetriebener und umweltfreundlicher Technologien, den gesamten Schiffslebenszyklus betrachtend. Es wird deutlich, dass sowohl der F. Laeisz Award als auch weitere staatliche Förderungen wie MARITIME.zeroGHG die Innovationskraft am Standort Deutschland stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen sollen. Die Bundesregierung setzt sich somit nicht nur für die Stärkung der maritimen Branche im internationalen Wettbewerb, sondern auch für den Schutz von Klima und Umwelt ein.