Am 14. Februar 2026 haben die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) ein bedeutendes Innovationsprogramm mit dem Namen LifeSaver Lausitz ins Leben gerufen. Dieses Programm wird maßgeblich von Airbus Helicopters und der CHESCO GmbH unterstützt. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz durch digitale Technologien und neuartige Mobilitätslösungen zu verbessern. Die Initiatoren verfolgen einen systematischen Ansatz: Zuerst wird der Bedarf analysiert, gefolgt von der Entwicklung anwendungsnahe Projekte in verschiedenen Bereichen wie medizinische Logistik, Drohnenanwendungen und Telemedizin.

Ein zentrales Element des Programms ist der Aufbau eines digitalen Zwillings der Region, der wichtige Daten zu Gesundheitsversorgung, Mobilität, Demografie und Umweltfaktoren bündelt. Prof. Dr. Gesine Grande von der BTU hebt die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft hervor. Heiko Witte von CHESCO erklärt, dass digitale Zwillinge entscheidend für die Luftfahrt und den Einsatz medizinischer Drohnen sind. Dr. Klaus Przemeck von Airbus Helicopters betont die Steigerung der Effizienz durch technologische Innovationen.

Modelle der digitalen Gesundheitsversorgung

Zusätzlich zur Entwicklung des Innovationsprogramms arbeiten die MEDIZINISCHE UNIVERSITÄT und andere Akteure daran, ein digitales Gesundheitsnetzwerk in der Lausitz aufzubauen. Hierbei wird das Universitätsklinikum als digitales Leitkrankenhaus fungieren. Die Förderung der Vernetzung zwischen Versorgung, Forschung und Lehre ist eine der zentralen Aufgaben, um neue datenbasierte Versorgungsmodelle zu erproben. Die Unterstützung des medizinischen und pflegerischen Personals erfolgt durch Telemedizin, virtuelle Sprechstunden und moderne Verwaltungsprozesse.

Die Medizinische Universität verfolgt Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die aggregierten Versorgungsdaten aus der Region sollen für Forschungszwecke und zur Entwicklung neuer versorgungsbezogener Innovationen verfügbar gemacht werden. Diese Innovationen werden auch anderen Regionen zugutekommen. Martin Peuker von MUL-CT weist auf die Herausforderungen der Lausitz hin, die innovative, digital gestützte Versorgungsmodelle erfordern. Der gesamte Strukturwandel, insbesondere nach dem Kohleausstieg, erfordert einen strategischen Ansatz zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Strategien und Zukunftsvisionen

Das Innovationsprogramm LifeSaver Lausitz wird unter der von Airbus und International SOS entwickelten Initiative geführt, die darauf abzielt, die Gesundheitsversorgung durch neue Technologien zu verbessern. Die positiven Effekte dieser Strukturentwicklung sind für die Region von großer Bedeutung. Dr.-Ing. Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter, hebt die Notwendigkeit einer langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung hervor.

In einem breiteren Kontext führt das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) einen dreistufigen Foresight-Prozess im Bereich Digital Health durch. Ziel dieser Analyse ist es, verschiedene Zukunftsszenarien zu entwickeln und aktuelle Trends zu identifizieren, die die Gesundheitsversorgung nachhaltig beeinflussen könnten.

Zu den priorisierten Themen in der Untersuchung gehören unter anderem Automatisierung von Datenerfassung, Cybersecurity und die digitale Anbindung der Patientendaten. Ein Whitepaper wird erstellt, um den gesellschaftlichen Diskurs über die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens zu fördern und die Chancen und Risiken aufzuzeigen. Die Digitalisierungsstrategie des Bundesministeriums für Gesundheit unterstreicht die Notwendigkeit für einen souveränen Umgang mit neuen Technologien.

Das LifeSaver Lausitz-Projekt stellt somit einen zukunftsweisenden Schritt dar, um die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung in der Lausitz voranzutreiben und gleichzeitig einen umfassenden Rahmen für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Die erarbeiteten Konzepte und Modelle könnten nicht nur lokal, sondern auch international einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung leisten.

Die engere Kooperation zwischen Akteuren der Gesundheitsversorgung in der Lausitz und der Medizinischen Universität könnte demnach als Modell für andere Regionen in Deutschland dienen, um innovative Ansätze schneller in die Patientenversorgung zu überführen.

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