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Am 14. Februar 2026 wurde ein bedeutendes Projekt zur nachhaltigen chemischen Produktion vorgestellt. Der Zukunftscluster ETOS, der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mitgeleitet wird, fokussiert sich auf die Entwicklung elektrochemischer Verfahren, die durch erneuerbare Energien betrieben werden. Dieses Projekt hat das Ziel, die chemische Industrie umweltfreundlicher zu gestalten, indem weniger Abfall produziert wird und der direkte Einsatz von Strom die Verwendung chemischer Rohstoffe minimiert.

Das Projekt, das bereits 2023 initiiert wurde, erhielt insgesamt 12 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für den Zeitraum von drei Jahren. In der ersten Förderperiode lag der Schwerpunkt auf der Erforschung chemischer Prozesse und ingenieurwissenschaftlicher Methoden zur elektroorganischen Synthese. Diese innovative Technologie ermöglicht die Herstellung organischer Verbindungen durch Elektrolyse.

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Erfolgreiche Forschung und Ausblick auf die zweite Förderperiode

Die erste Förderphase brachte beeindruckende Ergebnisse hervor: mehr als 20 Publikationen, acht Patente sowie zwei bereits marktfähige Produkte. An der Forschungsarbeit waren verschiedene Institute des KIT beteiligt, darunter das Institut für Katalyseforschung und -technologie (IAM-ET) sowie das Institut für Mikroverfahrenstechnik. Unter der Leitung von Ulrike Krewer steht das KIT dafür ein, technische Perspektiven in die elektrische Synthese einzubringen und die Automatisierung dieser Prozesse voranzutreiben. Professor Siegfried Waldvogel vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion leitet die naturwissenschaftlichen Aspekte des Projekts.

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Die zweite Förderperiode wird am 1. April 2026 beginnen und hat einen verstärkten Fokus auf Verfahrenstechnik und praktische Anwendungen in der Industrie. Diese Phase erhält 12,1 Millionen Euro Unterstützung vom BMFTR, während die zusätzlichen Mittel von rund sechs Millionen Euro von Industriepartnern wie BASF, Boehringer Ingelheim, Evonik und ABB bereitgestellt werden. Insgesamt wird das Projektvolumen der zweiten Phase über 18 Millionen Euro betragen.

Transformationsprozess der chemischen Industrie

Das Ziel von ETOS ist es, ein interdisziplinäres Innovationsnetzwerk zu etablieren. Es behandelt die Transformation herkömmlicher organisch-chemischer Verfahren in elektrochemische Prozesse. In den letzten drei Jahren wurden insgesamt 32 Akteure aus Forschung und Industrie für gemeinsame Projekte gewonnen, was die Zusammenarbeit kraftvoll stärkt. Die Fortschritte und Ergebnisse aller Beteiligten wurden von einer Fachjury des BMFTR sowie externen Gutachtern durchweg positiv bewertet.

Die Bedeutung einer nachhaltigen chemischen Industrie kann nicht genug betont werden. Laut dem Umweltbundesamt spielt die Chemie eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Umweltverschmutzung und der Verbesserung der menschlichen Gesundheit. Zudem ist die chemische Industrie unerlässlich für Lösungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Klimaschutz und Mobilität. Die Herausforderungen erfordern große Innovationskraft und ein systemisches Denken, um die gesellschaftlichen Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.

In einer Welt, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, sind die Bestrebungen des Zukunftsclusters ETOS ein Schritt in die richtige Richtung. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie erfolgreich diese Initiativen zur Etablierung umweltfreundlicher chemischer Verfahren beitragen können.