Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd hat gemeinsam mit dem EdTech-Startup makeMINT Fördermittel im Rahmen des „Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten. Das neu gestartete Projekt mit dem Titel „mintcademy“ zielt auf die Entwicklung einer KI-gestützten Lernplattform spezifisch im Bereich Maker Education ab. Diese innovative Plattform soll Lernende dazu anregen, Technik kreativ zu gestalten und vermittelt zentrale Zukunftskompetenzen, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
mintcademy adressiert entscheidende Herausforderungen, die im aktuellen Bildungssystem bestehen, und weckt das Interesse an technischen Berufen. Ein besonders wichtiger Aspekt des Projektes ist die Förderung des Nachwuchses in MINT-Berufen. Die Plattform wird als ein Ökosystem für projektbasiertes Lernen beschrieben, das klassische Unterrichtsmethoden überwindet und kreative Problemlösungsfähigkeiten sowie kollaboratives Arbeiten in den Fokus stellt. Durch die Verknüpfung von physischen und digitalen Lernräumen ermöglicht mintcademy praxisnahe Lernangebote.
Projektinhalt und Teamstruktur
Das Projekt wird von Prof. Dr. Hannes Helmut Nepper und Juniorprofessor Dr. Taha Ertuğrul Kuzu an der Pädagogischen Hochschule geleitet. Unterstützt wird das Team von Nicole Angelmaier, die sich um die didaktische Ausgestaltung kümmert und den Kontakt zu Schulen pflegt. Die technische Gesamtverantwortung trägt makeMINT, wobei Maximilian Stricker für die Entwicklung der Plattform und die Koordination zwischen pädagogischen Anforderungen und technologischen Innovationen verantwortlich zeichnet. Florian Wengert, Geschäftsführer von makeMINT, steuert die strategische Ausrichtung und Produktentwicklung der Plattform.
Ein zentrales Ziel von mintcademy ist es, eine sichere und intuitive Lernumgebung zu schaffen, die den Nutzern den Zugang zu praxisnahen Maker-Projekten sowohl in Schulen als auch in außerschulischen Bildungseinrichtungen ermöglicht. Das Projekt wird den bestehende Prototypen, der im Rahmen des ESA-BIC-Inkubatorprogramms in Baden-Württemberg entwickelt wurde, weiterentwickeln, um ihn als marktfähiges Produkt anzubieten.
Bedeutung von Kooperationen und zukünftige Schritte
Die Förderung durch das Bundesministerium unterstreicht die Relevanz von Kooperationen zwischen Hochschulen und Start-ups, um innovative Bildungsangebote zu schaffen. Der Austausch von Erfahrungen und Ressourcen zwischen diesen Institutionen wird auch zur nachhaltigen Verankerung der Maker Education in Schulen und Hochschulen beitragen. Durch das Projekt mintcademy wird die Chance eröffnet, Lernformen neu zu gestalten, die den Anforderungen einer modernen, digitalen Bildungslandschaft gerecht werden.
Darüber hinaus fließen die Ergebnisse des Projektes in breitere Initiativen des Kompetenzzentrums MINT ein, welches forschungsbasierte Fortbildungsangebote für digitalen Unterricht entwickelt. Diese umfassenden Fortbildungsmaßnahmen zielen darauf ab, Lehrkräfte in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik und Technik weiterzubilden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wird an der Verbesserung und Evaluierung dieser Bildungsangebote gearbeitet, um sie landes- und phasenübergreifend umzusetzen.
Insgesamt zeigt das Projekt mintcademy das Potenzial, die digitale und technische Bildung zu revolutionieren und zukünftige Generationen optimal auf die Herausforderungen in der digitalen Welt vorzubereiten. Weitere Informationen zu den Entwicklungen der mintcademy und den dahinter stehenden Initiativen sind über PH-Gmünd, LinkedIn und Lernen.digital erhältlich.



