Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) an der Technischen Universität Dortmund erhielt am 14. Februar 2026 eine Auswahl beeindruckender Projekte den Transferpreis. Rektor Prof. Manfred Bayer hieß die anwesenden Gäste willkommen und sprach die Bedeutung des Forschungstransfers an, der entscheidend für innovative Geschäftsideen und Kooperationen ist. Der Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, wurde durch Dr. Michael Brenscheidt mit einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro gestiftet.
Wie tu-dortmund.de berichtet, wurden die Preisträger*innen vom CET-Transferbeirat aufgrund ihrer herausragenden Leistungen im Bereich Forschungstransfer ausgewählt. Ziel dieser Auszeichnung ist es, besondere Innovationen und deren wirtschaftliche Anwendbarkeit zu fördern.
Die Preisträger im Detail
Der erste Platz, dotiert mit 6.000 Euro, ging an Lisa Kröger und Prof. Bettina Brune vom Lehrstuhl für Stahlbau. Ihr Konzept zur Instandsetzung von Stahlbrücken ohne Vollsperrungen setzt neue Maßstäbe. Es definiert für die ersten Male Kriterien für Injektionsschrauben und zeigt sowohl die Ausführbarkeit als auch den wirtschaftlichen Vorteil auf. Besonders bemerkenswert ist, dass das Konzept bereits in bundes- und europaweite Richtlinien überführt wurde und somit eine sofortige Anwendung in Deutschland ermöglicht.
Den zweiten Platz, der mit 3.000 Euro prämiert wurde, errang Stefan Böcker und sein Team vom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze mit dem Projekt „5G.NRW vor Ort“. Dieses innovative Projekt schließt die Lücke zwischen der theoretischen Forschung zu 5G und der praktischen Nutzung von privaten Campusnetzen. Zu den Entwicklungen zählt das Tool „Campusnetzplan“, das die Abschätzung von Antragsgebühren erleichtert und Anträge vorausfüllt. Das Projekt umfasst auch die Durchführung von 5G-Aktionstagen, bei denen ein mobiles Labor für praktische Erfahrungen zur Verfügung steht. Zukünftig soll das Modell auch auf 6G ausgeweitet werden.
Der dritte Platz mit 1.000 Euro ging an Niklas Jost und sein Team für das Projekt „Strategische Netzplanung von Seehafenhinterlandverkehren“. Diese Softwarelösung wurde in Kooperation mit DB Schenker entwickelt und automatiesiert komplexe Routing-Entscheidungen in globalen Lieferketten. Das System sorgt dafür, dass Zeit und Kosten gespart werden, und dient als strategisches Werkzeug zur Simulation von Netzwerkstrukturen.
Diese Preise unterstreichen die Fähigkeit der Technischen Universität Dortmund, Wissenschaft und praktische Anwendung miteinander zu verknüpfen. Die ausgezeichneten Projekte beleuchten nicht nur die Innovationskraft der Universität, sondern sind auch ein wichtiger Schritt zur Förderung einer nachhaltigen und technologiegetriebenen Zukunft.