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Das Interesse an gesundheitlichen Studien und der Einsatz von tragbaren Technologien, sogenannten Wearables, erfährt in der medizinischen Forschung einen stetigen Anstieg. Aktuelle Studien der Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln bieten vielversprechende Projekte unter Beteiligung von Proband*innen an. Insbesondere wird die Validität multimodaler Messungen zur Vorhersage der Sauerstoffaufnahme untersucht. Hierbei sollen Daten von Wearables genutzt werden, um eine kontinuierliche Vorhersage der Sauerstoffaufnahme zu erreichen. Gesucht werden Teilnehmer im Alter von 18 bis 40 Jahren, die keine Herz-, Lungen- oder neuromuskulären Erkrankungen aufweisen und in den letzten drei Monaten verletzungsfrei gewesen sind. Außerdem sollten sie mindestens dreimal pro Woche sportlich aktiv sein, um Teilnahmebedingungen zu erfüllen, wie dshs-koeln.de berichtet.

Neben der Sauerstoffaufnahme werden auch postmenopausale Frauen ab 45 Jahren gesucht. Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Bewegung, Omega-3-Fettsäuren und Curcumin auf Entzündung, Gefäßgesundheit und Stoffwechsel. Dies zeigt die breit gefächerte Zielgruppe und die Vielfalt der medizinischen Forschungsprojekte, die derzeit aktiv sind.

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Vielfältige Studienangebote und ihre Zielgruppen

Ein weiteres Projekt widmet sich den mechanoprotektiven Mechanismen im Skelettmuskel. Hierbei handelt es sich um eine DFG-geförderte Studie, die Proband*innen im Alter von 20 bis 40 Jahren sucht. Die Durchführung umfasst zwei Kraft-Diagnostiken und zwei Trainingseinheiten über einen Zeitraum von sechs bis neun Wochen, wobei Muskelbiopsien vor und nach den Interventionen entnommen werden. Teilnehmende erhalten eine Vergütung für ihre Mithilfe.

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Die Studie zur Vibrationsmessung am Fahrrad fokussiert sich auf den Einfluss von Reifenmodellen und Luftdruck auf Vibrationen. Männer ab 18 Jahren werden für drei Sessions, jeweils etwa zwei Stunden, gesucht. Die Teilnehmer können insgesamt 50 Euro verdienen.

Eine weitere wichtige Studie zielt auf das VR-Bewegungstraining bei lumbalen Bandscheibenvorfällen ab. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein diagnostizierter Bandscheibenvorfall und radikuläre Symptomatik bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Außerdem steht eine MRT der Lendenwirbelsäule an, und es dürfen keine laufende Physiotherapie oder geplante Operationen während der Studienphase vorhanden sein. Besonders hervorzuheben ist eine Studie, die sich mit der Frage beschäftigt, ob Golfen trotz chronischer Rückenschmerzen möglich ist. Hier werden Freizeitgolfer*innen ab 50 Jahren mit chronischen Schmerzen gesucht.

Potential von Wearables in der Gesundheitsversorgung

Zusätzlich zu den genannten Studien verleihen auch die Entwicklungen im Bereich der Wearable-Technologie dem Gesundheitssektor zusätzlichen Aufschwung. Wearables haben das Potenzial, Vitaldaten kontinuierlich zu erfassen und könnten in der Prävention, Nachsorge und personalisierten Medizin eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings wird dieses Potenzial in der klinischen Routine momentan kaum ausgeschöpft, weshalb die Charité an der Schaffung einer technischen und organisatorischen Infrastruktur arbeitet. Ziel ist die standardisierte und skalierbare Nutzung von Wearable-Daten.

Die Herausforderung liegt dabei in den aktuell bestehenden technischen Hürden sowie dem fehlenden Prozess zur Integration dieser Systeme in die Regelversorgung. Durch die Kombination innovativer Lösungen mit klinischen Anwendungsfällen wird an der Verbesserung dieser Situation gearbeitet.

Das Fraunhofer Institut betont die Schnittstellenkompetenz in der Medizin. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit Medizinern, Forschungsinstituten und Universitäten angestrebt, um technische Anforderungen aus medizinischen Fragestellungen abzuleiten. Hierbei kommen sowohl klassische Analysemethoden als auch KI-basierte Ansätze, wie Deep Neural Networks, zum Einsatz. Ein High Performance Deep Learning Rechencluster steht bereit, um die Algorithmen zu berechnen. Damit können auch unbekannte Korrelationen in den Daten erkannt werden. Datenschutzbestimmungen gemäß der EU-DSGVO werden dabei stets beachtet, um einen verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten sicherzustellen, wie iis.fraunhofer.de berichtet.