Der Campus der Technischen Universität Braunschweig war in den letzten drei Tagen der zentrale Treffpunkt für internationale Nachwuchswissenschaftler. Die Netzwerktagung der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) vereinte über 100 Forschende aus 37 Ländern. Ziel dieser Zusammenkunft ist es, den Wissenschaftsstandort Deutschland durch internationalen Forschungsaustausch zu stärken.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung, gegründet im Jahr 1953, hat sich seitdem intensiv um die Förderung der internationalen Wissenschaftskooperationen bemüht. Die erste Stiftungsurkunde wurde von Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet. Bis heute hat die Stiftung mehr als 31.000 Forschende weltweit unterstützt, und aktuell befinden sich etwa 2.300 Humboldt-Stipendiat*innen in Deutschland.
Feierliche Eröffnung und zentrale Themen
Die Tagung wurde von TU-Präsidentin Angela Ittel und Dr. Markus Zanner, dem Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, eröffnet. Dr. Zanner betonte in seiner Ansprache, dass für die Stiftung „Persönlichkeiten, nicht Projekte“ entscheidend sind. Dies spiegelt das Leitbild der AvH wider, das die Förderung von Individuen und deren Forschungsthemen in den Vordergrund stellt.
Der Großteil der Stipendiat*innen hat kürzlich ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland begonnen und wird an verschiedenen Projekten mitarbeiten. An der TU Braunschweig sind derzeit acht Humboldt-Stipendiat*innen aktiv. Zudem ist die Universität im Besitz einer Humboldt-Professur, die zu den höchstdotierten Forschungsförderungen für Wissenschaftler*innen zählt.
Ein Beispiel für die hochkarätige Forschung an der TU Braunschweig ist Professor Daniel Prades, der an Gassensoren mit einem innovativen Ansatz arbeitet. Das Programm der Tagung beinhaltete eine Reihe von Vorträgen, Austauschformaten, Besuche in verschiedenen TU-Instituten und Stadtführungen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in Forschungsfragen zu Mess- und Sensortechnologien sowie zu nachhaltiger Stadt- und Mobilitätsentwicklung.
Einladung zur Erkundung des Forschungsökosystems
Die Tagung dient nicht nur dem Austausch, sondern auch als Einladung, die Region als Forschungsökosystem näher kennenzulernen. TU-Präsidentin Angela Ittel hob die Bedeutung von Kooperationen in der Wissenschaft hervor, die sowohl nationale als auch internationale Ebenen umfassen sollten.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie treibt die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen und ausländischen Forschenden voran. Bislang hat die Stiftung zahlreiche Preise und Stipendien vergeben, darunter die Humboldt-Professur und verschiedene Forschungspreise. Im Jahr 2021 betrugen die Einnahmen der Stiftung 158.639.000 Euro, und sie beschäftigt rund 254 Mitarbeiter.
Die Stiftung hat sich auch durch verschiedene Initiativen hervorgetan, wie z.B. dem Preis für die freundlichste Ausländerbehörde und der Philipp Schwartz-Initiative zur Unterstützung gefährdeter Forscher. All diese Bemühungen zeigen, wie wichtig die Förderung internationaler Wissenschaftskooperationen ist, um den Wissenschaftsstandort Deutschland weiter zu entwickeln und zu stärken. Zahlen und Statistiken belegen, dass die Humboldt-Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen und kulturellen Verbindungen leistet.
Für weitere Informationen zu den Aktivitäten der Stiftung und aktuellen Programmen besuchen Sie die offizielle Website der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mehr über die Veranstaltung und deren Themen erfahren Sie auf dem Magazin der Technischen Universität Braunschweig.