Die internationale Lehrkräfteweiterbildung am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität Rostock hat vom 24. bis 26. Februar 2026 stattgefunden. Im Rahmen des Drittmittelprojekts SCONE – Sustainable Cooperation Network, gefördert durch das EU-Programm Interreg South Baltic, versammelten sich rund 30 Lehrkräfte aus Litauen, Polen, Dänemark und Deutschland. Ziel dieser Veranstaltung war die Stärkung der Kompetenzen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die Förderung grenzüberschreitender Netzwerke.

Der erste Tag des Seminars begann mit einer Einführung in die Psychologie der Klimaangst und Strategien im Umgang mit Unsicherheit, welche für die Lehrkräfte von großer Bedeutung sind. Zudem wurde ein Massive Open Online Course (MOOC) zur Unterstützung der BNE-Praxis vorgestellt. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen und einem partizipativen Trommelworkshop, der das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmenden stärkte.

Vertiefte Diskussionen über Nachhaltigkeit

Am zweiten Tag wurde das Programm mit dem World Game eröffnet. Diese interaktive Methode ermöglichte den Lehrkräften, globale Zusammenhänge, Ressourcenverteilung, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu erkunden. Ein weiteres zentrales Element war die Vertiefung der Konzepte der Education for Sustainable Development, insbesondere des Whole School Approach (WSA). Diese Methode betont, dass Nachhaltigkeit nicht nur im Unterricht, sondern als integralen Bestandteil der gesamten Institution verankert wird, was Kenntnisse über nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und partizipative Entscheidungsprozesse fördert. Dies wird durch die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz unterstützt, die besagt, dass etwa 12% der Schulen ein BNE-Label tragen.

Kleinere Gruppen erarbeiteten im Rahmen eines Future Workshops Visionen für die nachhaltige Schulentwicklung und reflektierten dabei Wirkungsketten und Herausforderungen. Auch der Abend wurde erneut genutzt, um internationale Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen.

Reflexion und Ausblick auf zukünftige Bildung

Der dritte Tag stand im Zeichen der Präsentation der Gruppenergebnisse, gefolgt von Diskussionen über die praktische Umsetzung der Konzepte in den Schulen. Die Teilnehmenden reflektierten den Wert des internationalen Austauschs für die Weiterentwicklung der BNE-Strukturen in der Ostseeregion. Der Whole Institution Approach fördert dabei ein ganzheitliches Lernen und die aktive Mitgestaltung durch die Lernenden, was als Schlüssel zur Transformation von Bildungsinstitutionen betrachtet wird.

Die nächste internationale Lehrkräfteweiterbildung im Rahmen des SCONE-Projekts ist für Januar 2027 in Dänemark geplant. Das Engagement der Teilnehmer zeigt, dass die gemeinsame Anstrengung, nachhaltige Bildung zu fördern, auf beiden Seiten der Ostsee Früchte tragen kann.

Franka Marie Herfurth, M.A., von der Universität Rostock, bildet einen zentralen Kontaktpunkt für weitere Informationen zu diesen Entwicklungen und zum SCONE-Projekt.