Internationale Studierende in Deutschland stehen vor vielfältigen Herausforderungen, sowohl im akademischen Bereich als auch beim Aufbau eines sozialen Netzwerks. MyNewsdesk berichtet, dass das Projekt FIT (Förderung internationaler Talente) des International Office an der Universität Vechta darauf abzielt, diese Studierenden zu unterstützen. Im Jahr 2025 konnten rund 300 Teilnehmende in etwa 60 Veranstaltungen begrüßt werden, darunter Einführungsangebote wie „Auftakt International“, Workshops zur Studien- und Berufsvorbereitung sowie Community-Building-Formate wie Grillfeste, Yoga, Kreativworkshops und internationale Stammtische.

Karyna Yankovska, eine ukrainische Studentin, hat die Angebote zur Förderung des Austauschs, wie Ausflüge und das Sprachcafé, sehr geschätzt. Madina Moomand, eine afghanische Lehramtsstudierende, hebt die Bedeutung dieser Veranstaltungen für das Gemeinschaftsgefühl hervor. Magesh Srinivasan, ein indischer Masterstudent, betont, dass die Aktivitäten das Verständnis unter den Studierenden fördern. Stanislav Hezei, ebenfalls Student aus der Ukraine, berichtet von positiven Erfahrungen, etwa während des Fastenbrechens Iftar. Brigitte Janßen, eine Gasthörerin, beschreibt das internationale Grillen als ein herzliches und offenes Erlebnis.

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Geplante Aktivitäten für 2026

Für das Jahr 2026 sind bereits weitere Veranstaltungen geplant, um ein lebhaftes Miteinander zu fördern. Die Finanzierung des FIT-Projekts erfolgt durch den DAAD mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Internationalisierung von Bildung und Forschung, wie HRK betont.

Bedeutung der Internationalisierung

Deutschland zählt zu den beliebtesten Gastländern für internationale Studierende. Im Wintersemester 2022/23 waren etwa 458.000 ausländische Studierende eingeschrieben. Die HRK sieht die Internationalisierung als zentrale Maßnahme zur Fachkräftesicherung für den deutschen Arbeitsmarkt, aber auch als Herausforderung, da die Studienabbruchquoten bei internationalen Studierenden bemerkenswert hoch sind. Während 41% der Bachelor- und 28% der Masterstudierenden in Deutschland ihr Studium abbrechen, sind die Werte für deutsche Studierende mit 28% und 21% deutlich niedriger.

Die Wichtigkeit ausreichender Sprachkenntnisse wird immer wieder hervorgehoben. Viele internationale Studierende haben Schwierigkeiten, die geforderten Sprachkompetenzen zu erreichen, was oft zu Studienabbrüchen führt. Darüber hinaus fordert die HRK eine Flexibilisierung des Hochschulzugangs, den Ausbau von Studienvorbereitungsprogrammen sowie eine Verbesserung der Betreuung und Unterstützung beim Übergang in den Arbeitsmarkt.

Die Hochschulen setzen sich für eine Willkommenskultur und gegen Fremdenfeindlichkeit ein. Um die Internationalisierung voranzutreiben, müssen jedoch auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere bei der Visavergabe, verbessert werden. Ein nachhaltiger Abbau der strukturellen Unterfinanzierung der Internationalisierung an Hochschulen bleibt ebenfalls dringend notwendig.