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Judith Gartmann von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde heute mit dem Zarnekow-Förderpreis für Rehabilitationsforschung 2026 ausgezeichnet. Diese Ehrung wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) an vielversprechende junge Wissenschaftler vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis wird von der Illa und Werner Zarnekow-Stiftung finanziert. MHH berichtet, dass Gartmanns preisgekrönte Arbeit den Titel „Herausforderungen in der rehabilitativen Versorgung von Menschen mit kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen – ein Erfahrungsbericht aus einer Pilotstudie“ trägt.

In ihrer Studie zeigt Gartmann auf, dass Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen häufig nicht die notwendige medizinische Rehabilitation erhalten. Um dieser Versorgungslücke entgegenzuwirken, wurde ein neues individualisiertes Rehabilitationskonzept entwickelt und mit 15 Patientinnen und Patienten getestet. Dieses Konzept umfasst die Mobilisierung eines multiprofessionellen Teams, das Rehabilitationsmaßnahmen in verschiedenen Umgebungen – darunter die häusliche Umgebung und am Arbeitsplatz – umsetzt. Ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes ist die gemeinsame Therapie von Physio- und Ergotherapeuten, die durch die Einbindung von Angehörigen und Begleitpersonen ergänzt wird.

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Innovative Ansätze in der Rehabilitation

Die Pilotstudie, die von Juni 2023 bis November 2024 lief, konnte in allen 15 Fällen die Versorgungslücke schließen. Gartmanns Erfahrungsbericht beleuchtet die Herausforderungen, die mit diesem innovativen Rehabilitationsansatz verbunden sind. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums der Deutschen Rentenversicherung, welches vom 24. bis 26. März stattfindet, statt. In diesem Kontext wurde auch ein Positionspapier zur medizinischen Rehabilitation von Menschen mit vorbestehenden Beeinträchtigungen veröffentlicht, das das Ergebnis der Zusammenarbeit von rund 20 Fachleuten darstellt, koordiniert von der MHH und der Universität zu Lübeck.

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Die DGRW, die Gartmanns Preis vergibt, ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Experten aus verschiedenen Bereichen der Rehabilitation. Ihr Ziel ist es, die medizinisch-rehabilitative Forschung zu fördern, Aus- und Weiterbildung zu unterstützen und rehabilitationswissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 gegründet und hat aktuell 234 Mitglieder. Sie ist seit 2004 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Ein wichtiger Bestandteil der DGRW-Arbeit sind die Veranstaltung wissenschaftlicher Tagungen und die Erarbeitung von Lehr- und Prüfungsmaterialien.

Die Geschäftsstelle der DGRW befindet sich am Institut für Rehabilitationsmedizin in Halle (Saale) und steht unter der Telefonnummer (0345) 557 4269 sowie per E-Mail unter dgrw@medizin.uni-halle.de für Anfragen zur Verfügung. Die DGRW bleibt somit ein zentraler Akteur in der Weiterentwicklung der Rehabilitationswissenschaften in Deutschland. AWMF führt aus, dass eine bessere medizinische Rehabilitation, insbesondere für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mehr denn je notwendig ist.