Am 5. März 2026 fand der erste Regionalwettbewerb Brandenburg-Süd von „Jugend forscht“ am Campus Senftenberg der BTU Cottbus-Senftenberg statt. Bei diesem bedeutenden Ereignis qualifizierten sich insgesamt acht Projekte für den Landeswettbewerb, der am 26. März am Emil-Fischer-Gymnasium in Schwarzheide durchgeführt wird. Die Präsentationen der Schüler fanden im Konrad-Zuse-Medienzentrum auf dem Universitätscampus statt und zogen eine Vielzahl von Teilnehmenden aus zehn Gymnasien der Region an. Diese Schulen kamen aus Städten wie Senftenberg, Schwarzheide, Elsterwerda, Cottbus, Beeskow, Frankfurt (Oder) und Potsdam.
Die Themen der vorgestellten Projekte waren vielfältig und umfassten Aspekte aus biologischen, chemischen und technischen Bereichen. Dazu zählten der Einfluss von Pestiziden auf das Wachstum von Nutzpflanzen, der Zerfall von Plastik in Wasser, die Anwendung von Künstlicher Intelligenz sowie die Entwicklung eines Gerätes zur Orientierung blinder Menschen, welches auf Echoortung von Fledermäusen basiert. Ein weiteres herausragendes Projekt war das Energiesystemmodell Lausitz, das den Strukturwandel der Region veranschaulichen soll.
Würdigung und Zusammenarbeit
Prof. Dr. Peer Schmidt, Vizepräsident der BTU, begrüßte die Besucher der Veranstaltung, darunter auch den Bürgermeister von Senftenberg, Andreas Pfeiffer. Christine Stahlschmidt von der Stiftung Jugend forscht e.V. überreichte der BTU eine Jugend forscht Plakette als Zeichen der Anerkennung. Patricia Reich, die Landesbeauftragte für Schülerwettbewerbe, lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der BTU, die sich positiv auf die Entwicklung von Talenten in der Region auswirkt.
Christian Theuner, Leiter des Landeswettbewerbs, betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit der BTU, während Michael Schulz, Leiter des Regionalwettbewerbs, den Einsatz der Wettbewerbsjury hervorhob und dankte den Organisatoren für ihr Engagement.
Regionale Siegerprojekte
Die Sieger der Regionalsiege wurden in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Die Projekte, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan haben, sind:
| Kategorie | Projekt | Teilnehmer |
|---|---|---|
| Biologie | Einfluss von Pestiziden auf das Wachstum von Nutzpflanzen | Jasmina Lang, Einstein-Gymnasium Neuenhagen |
| Biologie | Zusammenhänge zwischen Pferdehaltung und Bodenzusammensetzung | Mathilda Elisa Pietsch, Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus |
| Chemie | Zerfall von Plastik in Wasser | Jonas Grafe, Timo Röpke, Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda |
| Chemie | Lösungsmitteleinfluss auf OLED-Polymersynthese | Tobias Schröder, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Frankfurt (Oder) |
| Mathematik/Informatik | Jacob – die KI in Leichter Sprache | Magnus Schlinsog, Humboldt-Gymnasium Potsdam |
| Physik | Sprungverhalten eines Fußballs | Raphael Szerement, Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus |
| Technik | Energiesystemmodell Lausitz | Tim Roeschke, Tim Guss, Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus |
| Technik | Entwicklung eines Gerätes für blinde Menschen | Lisa Nitschke, Friedrich-Engels-Gymnasium Senftenberg |
Zusätzlich wurden mehrere regionale Sonderpreise vergeben, darunter der Sonderpreis der Sparkasse Elbe-Elster und Sonderpreise für besondere Forschungspraktika an der BTU sowie für umwelttechnische Innovationen.
„Jugend forscht“ gilt als der bekannteste Schüler- und Jugendwettbewerb in Deutschland, der in den Bereichen Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften sowie Technik durchgeführt wird. Die Veranstaltung wird von der Stiftung Jugend forscht e.V. organisiert und umfasst Wettbewerbe auf regionaler, Landes- und Bundesebene. Der Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundespräsident, was die Bedeutung dieses Formats unterstreicht. Weitere Informationen zu den Projekten und den Wettbewerben finden Interessierte auf der Webseite von Jugend forscht.
Die Teilnahme am Wettbewerb bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erweitern, Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Der Wettbewerb zielt darauf ab, Talente in den MINT-Fächern zu entdecken und zu fördern, wie b-tu.de berichtet.