Am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, finden um 19.30 Uhr im Rahmen der Reihe „Junge Choreograph*innen“ die Premieren von neuen Tanzstücken an der Folkwang Universität der Künste in der Neuen Aula auf dem Campus Essen-Werden statt. Diese Veranstaltung ist besonders, da sie einen Raum für kreative Talente bietet. Studierende und Lehrende der Hochschule arbeiten gemeinsam an neuen choreografischen Ideen, die in Form von Soli, Duetten, Trios und Gruppenstücken präsentiert werden.

Die weiteren Aufführungen sind für Freitag, den 27. Februar, und Samstag, den 28. Februar, ebenfalls um 19.30 Uhr geplant. Laut Folkwang liegt der Schwerpunkt auf der eigenständigen schöpferischen Arbeit der Beteiligten, was den jungen Choreograph*innen ein wertvolles Sprungbrett in ihre künstlerischen Karrieren bieten soll. Die Eintrittspreise sind mit 15,00 Euro (ermäßigt 8,00 Euro) ansprechend gestaltet, und Karten können telefonisch, per E-Mail oder an der Abendkasse erworben werden.

Künstlerische Entwicklung und Netzwerkbildung

Im Kontext künstlerischer Entfaltung wird auch der Aufbau des digitalen Netzwerks CultureBase erwähnt, das Kunst- und Kulturschaffende miteinander verbindet. Laut Kulturserver besteht CultureBase aus zwei Hauptsäulen: einerseits der unmittelbaren Projektarbeit und andererseits dem Netzwerk selbst. Dieses Netzwerk hat in den letzten Jahren zahlreiche Schnittstellen zu Partner:innen entwickelt, die Kultur-Daten nutzen und so zur Schaffung eines umfassenden künstlerischen Ökosystems beitragen.

Das digitale Rundumangebot umfasst benutzerfreundliche Tools zur Datenpflege, was es den Kunstschaffenden ermöglicht, ihre Sichtbarkeit im Internet deutlich zu steigern und die Qualität der künstlerischen Arbeit zu verbessern. Die Finanzierung dieser umfassenden digitalen Infrastruktur wird durch individuelle Fördermitgliedschaften sowie das Modell der CultureBase Maintenance gesichert. Dies sichert eine kontinuierliche Wartung und Weiterentwicklung des Netzwerks und stellt sicher, dass die Bedürfnisse der Kreativen im Mittelpunkt stehen.

Akademische Rahmenbedingungen für Tanz und Choreografie

Eine Alternative zu den bereits erwähnten jungen Talenten bietet das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin (HZT), das als Studien- und Forschungszentrum für Tanz und Performance fungiert. Gestartet 2006 im Rahmen von Tanzplan Deutschland, wird das HZT seit 2010 institutionell unterstützt. Träger sind die Universität der Künste Berlin und die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Kooperation mit TanzRaumBerlin. Es bietet umfassende Studiengänge wie den Bachelorstudiengang Tanz, Kontext, Choreographie sowie zwei Masterstudiengänge: einen in Choreographie (maC) und einen in Solo/Dance/Authorship (MA SODA).

Das Zentrum bietet Studierenden die Möglichkeit, in einer kreativen und forschungsorientierten Lehrumgebung ihre Fähigkeiten zu entfalten. Gerade kürzlich wurde bekannt, dass die renommierte Choreographin und Performerin Claire Cunningham von 2023 bis 2028 die Einstein-Professur für „Choreography, Dance and Disability Arts“ am HZT übernehmen wird. Cunningham plant, innovative Forschungsprojekte durchzuführen und Lehrveranstaltungen mit der Unterstützung von Langzeitkollaborateur:innen sowie eingeladenen behinderten Künstler:innen anzubieten. Die Bewerbung für den Masterstudiengang Choreographie erfolgt über die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, was die Bedeutung dieses Netzwerkes und der institutionellen Unterstützung für angehende Choreograph*innen unterstreicht.

Die anstehenden Aufführungen in Essen und die Entwicklungen an hochschulübergreifenden Zentren zeichnen ein facettenreiches Bild der aktuellen Tanzlandschaft in Deutschland, wobei sowohl studentische als auch akademische Perspektiven auf innovative künstlerische Praktiken gefördert werden.