Am 26. Februar 2026 fand der Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Die Veranstaltung bot jungen Talenten aus Thüringen eine Plattform, ihre innovativen Projekte vorzustellen. Insgesamt nahmen 110 Schüler*innen von 16 Schulen sowie drei Schülerforschungszentren teil und präsentierten 51 Projekte in verschiedenen Kategorien. Diese beeindruckende Beteiligung unterstreicht das große Interesse an naturwissenschaftlicher und technischer Forschung.

In der Sparte „Jugend forscht junior“ erhielt das Team von Klara Heinze und Elena Rubach von der Grundschule am Steigerwald in Erfurt den ersten Preis für ihr Projekt „Turbokompost“. Sie untersuchten, wie Biomüll schneller in Erde umgewandelt werden kann und nutzten dabei ein Kompostmodell. Ihre Tests umfassten verschiedene Materialien wie Brennnesseln, Löwenzahn und Kaffeesatz sowie unterschiedliche Temperaturen. Ein weiterer Höhepunkt war das Projekt „Fantastisch bunt – Farben aus der Natur“, in dem Ella Sophie Merboth, Tonia Muriel Voigt und Emilija Zunic ebenfalls aus Erfurt, Malfarben aus Pflanzen, Gewürzen und Früchten herstellten und sich den ersten Preis im Fachgebiet Chemie sicherten.

Preisträger und Auszeichnungen

Die Vielfalt der Themen zeigt sich auch in den weiteren Siegerprojekten. Aleksandar Javorac vom Heinrich-Hertz-Gymnasium Erfurt erhielt den ersten Preis im Fachgebiet Physik mit seiner Arbeit zu einem selbstgebauten Elektromagneten. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften setzten sich Max Meyer und Moritz Frey vom Gymnasium „Albert Schweitzer“ Sömmerda durch, indem sie die Wasserspeicherkapazität verschiedener Materialien untersuchten.

In der Kategorie Biologie wurden zwei erste Plätze vergeben. Elina Grüning, Lara Ostrowski und Kim Dufft vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt erforschten das Potenzial von dezellularisierten Pflanzenblättern für die Gewebezüchtung. Zudem untersuchten Jonas Ossig und Jonas Schnürer vom Goethegymnasium Weimar die Herstellung von Algen-Biokraftstoff aus Chlamydomonas reinhardtii. Ihre Forschung trägt zur Diskussion um nachhaltige Energien bei und zeigt vielversprechende Ansätze für die Zukunft auf.

Fachgebiet Projekt Gewinner
Biologie (Jugend forscht junior) Turbokompost Klara Heinze, Elena Rubach
Chemie (Jugend forscht junior) Fantastisch bunt – Farben aus der Natur Ella Sophie Merboth, Tonia Muriel Voigt, Emilija Zunic
Physik Selbstgebauter Elektromagnet Aleksandar Javorac
Geo- und Raumwissenschaften Aufsaugen, wie ein Schwamm Max Meyer, Moritz Frey

Regionale Herausforderungen und Ausblick

Der Wettbewerb beleuchtet nicht nur die Forschungsleistungen der Schüler*innen, sondern auch die grundlegenden Herausforderungen, die mit der modernen Umweltforschung einhergehen. Die Bauhaus-Universität Weimar und die Materialforschungs- und prüfanstalt (MFPA) verliehen den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt an Erik Körner, Lena Melissa Körner und Valentin Julius Schaar für ihre innovative Arbeit zur Papierherstellung. Auch die Entwicklung einer Drohne zur automatischen Blütenbestäubung durch Katharina Koch, Felix Keil und Kara Kielmann zeigt, wie technische Lösungen zur Verbesserung der Umwelt beitragen können.

Die nächste Ausgabe des Wettbewerbs findet am 24. Februar 2027 an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Zusammen mit ermutigenden Stimmen wie der Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, die den Forscherdrang junger Talente in Nordrhein-Westfalen lobt, werden diese Veranstaltungen dazu beitragen, das Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz zu stärken und das Know-how der Schüler*innen weiter auszubauen.