Am 27. Februar 2026 fand an der Universität Bonn der regionale Wettbewerb „Jugend forscht“ statt, bei dem zahlreiche junge Talente ihre Projekte präsentierten. Greta Dresse (12 Jahre) und Johanna Schümmer (11 Jahre) vom Schülerforschungszentrum der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg untersuchten, wie Verletzungen bei Kleinkindern, die Knopfzellenbatterien verschlucken, vermieden werden können. Für ihre herausragende Arbeit erhielten sie den ersten Preis in der Kategorie „Arbeitswelt“.
Ein weiterer bemerkenswerter Teilnehmer war Nikola Nizamov (17 Jahre) vom Galabov-Gymnasium in Sofia. Er beschäftigte sich mit dem Einfluss eines künstlichen Magnetfeldes auf das Wachstum von Kresse im Vergleich zum natürlichen Erdmagnetfeld und wurde für seine Innovationskraft in der Kategorie „Biologie“ ausgezeichnet. Auch das Team bestehend aus Clara Morschhäuser (14), Julia Surazynska (13) und Anshika Sharma (13) vom Erzbischöflichen Clara-Fey-Gymnasium in Bonn beeindruckte die Jury mit ihren Experimenten zur Herstellung von Joghurtbechern aus Rotalgen, Pektin und Zellulosefasern. Sie belegten den ersten Platz in der Juniorsparte in der Kategorie „Chemie“.
Weitere Erfolge junger Forscher
Fynn Krischen (15) und Milow Leibner (15) vom Gymnasium Lohmar führten eine Untersuchung zur Löslichkeit von Malachit durch, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen es Kupferionen freisetzt. Ihre analytische Arbeit wurde in der Kategorie „Chemie“ für ältere Teilnehmende mit einem Preis gewürdigt. Niklas Lennartz (16) beeindruckte mit der Optimierung eines mathematischen Modells zur Simulation von Epidemien, was ihm den ersten Platz in der Kategorie „Mathematik/Informatik“ einbrachte.
Prof. Dr. Klaus Sandmann, Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung, lobte die Vielfalt der Themen und die Begeisterung der Teilnehmer. Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V., unterstrich die Bedeutung der Universität Bonn als Gastgeberin und Pateninstitution für den Wettbewerb, der auf eine mittlerweile 15-jährige Tradition zurückblickt.
Bedeutung der elek-trokulturellen Forschung
Parallel zu den innovativen Projekten der jungen Forscher gewinnt die Elektrokultur zunehmend an Bedeutung. Die Forschung elektrischer Effekte auf Pflanzen hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert. Erste Experimente dazu wurden 1746 von dem französischen Physiker Jean-Antoine Nollet durchgeführt. Im Jahr 1906 legte Sir Jagadish Chandra Bose mit seiner Arbeit „Plant response as a means of physiological investigation“ den Grundstein für das moderne Verständnis der pflanzlichen Elektrophysiologie.
Eine aktuelle Studie der Universität Perugia zeigt, dass schwache elektromagnetische Felder die Keimungsrate bei Weizen um 15-20% steigern können. Weitere Forschungen, wie die an der Universität der Bundeswehr München, demonstrieren die positiven Auswirkungen elektrischer Felder auf die Wurzelentwicklung verschiedener Nutzpflanzen. Diese Themen werden auch von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe gefördert.
Der Bereich Elektrokultur wird zudem durch laufende Projekte bereichert, wie das Smart Farming-Projekt, das die Integration von Elektrokultur in digitale Landwirtschaftssysteme untersucht. Kritische Stimmen, wie die von Professor Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich, fordern standardisierte Methoden, um die Anwendbarkeit der Laborergebnisse auf die landschaftlichen Gegebenheiten zu gewährleisten.
Für jede der vorgestellten Initiativen aus dem Bereich Jugend forscht sowie den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Elektrokultur gilt, dass sie essentielle Impulse für die zukünftige Forschung und Entwicklung in ihren jeweiligen Feldern bieten. Weitere Informationen sind auf den jeweiligen Webseiten der Universität Bonn und anderer Institutionen zu finden.
Interessierte können mehr über die individuellen Projekte auf der Webseite der Universität Bonn erfahren: uni-bonn.de. Zudem sind ausführliche Studien zur Elektrokultur und deren Anwendungen unter unserneueswir.de zugänglich. Die Stiftung Jugend forscht e. V. hält weitere Informationen bereit unter jugend-forscht.de.