Am 16. Februar 2026 fand an der Technischen Universität Ilmenau ein spannender Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ statt. Schüler aus verschiedenen Schulen in der Region, darunter Regelschulen und Gymnasien aus Gotha, Günthersleben-Wechmar, Ilmenau, Neudietendorf, Ruhla und Saalfeld, zeigten ihr beeindruckendes Wissen und ihre Kreativität in einer Vielzahl von Projekten.
Wochenlange Vorbereitungen gingen den Präsentationen voraus, die in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik stattfanden. Die Projektideen waren vielfältig und bezogen sich auf relevante Alltagsfragen. So wurden beispielsweise die Auswirkungen von Krankenwagen auf die Gesundheit untersucht, die Sauberkeit von Rolltreppen-Handläufen verbessert oder die Verbreitung von Zecken in Deutschland im Kontext des Klimawandels thematisiert.
Innovative Projekte und herausragende Leistungen
Unter den bemerkenswerten Projekten war die Arbeit eines Teams von der Goetheschule Ilmenau, bestehend aus Levi, Sebastian und Noah. Sie entwickelten ein KI-gestütztes System zur automatischen Analyse von Röntgenbildern, das eine Vordiagnose zur Unterstützung von Radiologen ermöglicht. Diese innovative Lösung hat bereits einen Testlauf in einem Krankenhaus durchlaufen und überzeugte die Jury, sodass das Team den ersten Preis erhielt. Dadurch qualifizieren sie sich für den Landeswettbewerb, der am 1. April in Jena stattfindet.
Ein weiterer herausragender Schüler des Wettbewerbs war Janina Leistritz, ebenfalls von der Goetheschule. Sie wurde für ihren kostengünstigen Tripod-Demonstrator ausgezeichnet und erhielt sowohl den Sonderpreis der Fakultät Maschinenbau als auch den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt. Juror Dr. Tom Ströhla lobte ihre kreative Herangehensweise und die solide Umsetzung ihrer Ideen.
Forschung und Sicherheit in der KI-Entwicklung
Neben dem Wettbewerb ist die TU Ilmenau auch aktiv in der Forschung zur sicheren Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts wird an der Verbesserung von maschinellem Lernen in sicherheitskritischen Anwendungen gearbeitet. Dabei geht es speziell um Bereiche wie autonome Fahrzeuge und Energiesysteme, in denen Effizienz und Sicherheit oberste Priorität haben.
Die Koordination des Projekts, das mit insgesamt 3,5 Millionen Euro gefördert wird, erfolgt durch die Leibniz Universität Hannover. Die TU Ilmenau erhält hiervon 486.400 Euro, und Professor Karl Worthmann, Leiter des Fachgebiets Optimization-based Control, spielt eine maßgebliche Rolle in diesem interdisziplinären Ansatz. Ziel ist es, durch die Verbindung von maschinellem Lernen mit mathematischer Präzision, verlässliche Leistungsstandards für komplexe Systeme zu schaffen.
Die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte haben nicht nur theoretische Relevanz. Sie könnten maßgebliche Auswirkungen auf die Industrie haben und neue Standards für die Sicherheit von KI-Systemen setzen.
In diesem kreativen und technischen Umfeld wird klar, wie wichtig es ist, den Nachwuchs zu fördern. Dies geschieht nicht nur durch Wettbewerbe, sondern auch durch Initiativen zur kreativen Bildung, wie sie etwa von der Telekom Stiftung angeboten werden. Veranstaltungen zur strukturierten Kreativität und zur Förderung von kreativem Denken in Schulen bieten Lehrkräften wertvolle Werkzeuge, um die nächste Generation von Innovatoren und Denkern vorzubereiten.
In einer Welt, in der technische Kompetenz und kreatives Denken Hand in Hand gehen, sind die Bemühungen sowohl der TU Ilmenau als auch anderer Institutionen von zentraler Bedeutung, um Schüler und Studierende auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.