Am 27. März 2026 wurde bekannt gegeben, dass Prof. Dr. Jiska Classen mit dem renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet wird. Dieser Preis, der jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen wird, würdigt herausragende Wissenschaftler:innen in einem frühen Stadium ihrer Karriere.
Die Dotierung des Förderpreises beläuft sich auf 200.000 Euro und verfolgt das Ziel, die ausgezeichneten Wissenschaftler:innen in ihrer Studien- und Forschungslaufbahn nachhaltig zu unterstützen. Prof. Classen, die seit dem 1. August 2025 als Professorin an der Digital Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der Universität Potsdam tätig ist, leitet das Fachgebiet „Mobile and Wireless Security“.
Forschungsschwerpunkte und Bedeutung
In ihrer Funktion als Leiterin des Fachgebiets konzentriert sich Classen auf essenzielle Themen der Cybersicherheit, insbesondere auf Sicherheit und Datenschutz in mobilen und drahtlosen Anwendungen. Ihre Forschungsgebiete umfassen Plattformen wie iOS, Android und Internet der Dinge (IoT)-Geräte. Ihr Team ist aktiv daran beteiligt, Schwachstellen in weit verbreiteten Systemen zu identifizieren und an deren Absicherung zu arbeiten.
Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit besteht in der Untersuchung der Balance zwischen Nutzbarkeit und Datenschutz, was insbesondere im Kontext von Künstlicher Intelligenz von hochaktueller Relevanz ist. Hierbei arbeitet sie daran, innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Sicherheit der Benutzer garantieren als auch eine hohe Nutzbarkeit der Anwendungen sicherstellen.
Prof. Tobias Friedrich, Geschäftsführer des HPI und Dekan der Digital Engineering Fakultät, gratulierte Classen zu dieser bedeutenden Auszeichnung. Er hob die Wichtigkeit ihrer Forschung im Bereich der Cybersicherheit hervor und betonte, dass ihre Arbeit vom höchsten gesellschaftlichen Interesse ist.
Heinz Maier-Leibnitz-Preis: Ein Preis mit Tradition
Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 verliehen und ist nach dem Physiker und ehemaligen Präsidenten der DFG benannt. In diesem Jahr erhalten insgesamt zehn Wissenschaftler:innen den Preis, darunter drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler. Diese Auszeichnung gilt als eine der höchsten Ehre für junge Forscher:innen in Deutschland und hebt den Wert von innovativer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften besonders hervor.
Prof. Classens Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung ihrer herausragenden Arbeit, sondern auch ein wichtiger Schritt für die Sichtbarkeit und Bedeutung der Cybersicherheitsforschung in Deutschland. Die DFG ist stolz darauf, solch talentierte und engagierte Forscher:innen zu unterstützen, um die wissenschaftliche Gemeinschaft zu bereichern.
Für weitere Informationen über die Auszeichnung und die Arbeit von Prof. Dr. Jiska Classen lesen Sie den Artikel auf uni-potsdam.de.



