Am 14. Februar 2026 wird Marian Grau, 23 Jahre alt, als „Student des Jahres 2026“ ausgezeichnet, ein Titel, der vom Deutschen Studierendenwerk (DSW) und dem Deutschen Hochschulverband (DHV) vergeben wird. Diese Ehrung würdigt außergewöhnliches Engagement von Studierenden, das über die akademischen Leistungen hinausgeht. Marian studiert Informatik an der Universität Konstanz und ist ein beeindruckendes Beispiel für den Einfluss, den persönliche Erfahrungen auf die Lebenswege von jungen Menschen haben können.

Grau wuchs mit einem schwerstbehinderten Bruder auf, der aufgrund eines Gendefekts geboren wurde und im Alter von neun Jahren verstarb. Diese einschneidende Erfahrung prägte sein Leben tief und führte ihn zu einem Engagement, das nicht nur ihn selbst, sondern auch viele andere betrifft. Seit Jahren setzt sich Marian Grau für Initiativen ein, die Familien mit schwerstbehinderten Kindern unterstützen. Sein Buch „Bruderherz: Ich hätte dir so gern die ganze Welt gezeigt“, das während seiner Schulzeit veröffentlicht wurde, spiegelt seine Erlebnisse wider und zeigt, wie wichtig es ist, Verständnis und Mitgefühl für die Herausforderungen dieser Familien zu fördern.

Engagement für betroffene Familien

Als Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. und Pate von Philip Julius e.V., einem Verein, der Familien mit mehrfach schwerstbehinderten Kindern unterstützt, tritt Marian als Autor, Referent und Gesprächspartner auf. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Themen, die diese Familien betreffen, in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Sein Projekt „Von Geschwistern für Geschwister“ bietet Jugendlichen, die ähnliche Herausforderungen erleben, einen geschützten Raum für Austausch und Unterstützung. Hier können sie emotionale Herausforderungen bewältigen und sich unter Gleichgesinnten vernetzen.

Der Preis „Studierende des Jahres“ wird 2026 bereits zum elften Mal verliehen. Er ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Bestätigung für das herausragende Engagement von Studierenden, das über das Studium hinausgeht. Die Verleihung erfolgt am 23. März 2026 im Rahmen der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ in Berlin. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro, gestiftet vom Stifterverband, was zusätzlich zur Förderung von sozialen Initiativen ein Anreiz für das weitere Engagement junger Menschen ist.

Das Engagement von Marian Grau findet besonders Beachtung im Kontext des Fachbereichs Informatik und Informationswissenschaft an der Universität Konstanz. Dieser ermöglicht es Studierenden mit besonderen Verpflichtungen, ein Teilzeitstudium zu absolvieren, was in Graus Fall eine entscheidende Grundlage für die Kombination von akademischer und sozialer Verantwortung darstellt. Sein Werdegang und seine Projekte sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie persönliche Betroffenheit zu einer Quelle der Inspiration und Unterstützung für andere werden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Marian Grau nicht nur ein talentierter Informatikstudent ist, sondern auch ein beeindruckendes Vorbild für viele. Seine Geschichte und sein Engagement bieten Hoffnung und Perspektive für Familien, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, und zeigen, wie wichtig es ist, Gehör für diese besonderen Lebenssituationen zu finden.