Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat am 11. März 2026 erfolgreich seinen Titel als Exzellenzuniversität verteidigt. Diese Bestätigung erfolgte durch die Exzellenzkommission nach einer umfassenden Begutachtung im Dezember 2025. KIT wird in den nächsten sieben Jahren eine Förderung von bis zu 105 Millionen Euro erhalten, um seine Spitzenforschung weiter auszubauen.

In einem durchweg positiven Kontext äußerte Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT, seinen Dank an alle Beteiligten für deren Unterstützung. Professor Oliver Kraft, der Vizepräsident für Forschung, verdeutlichte die zentrale Rolle der Exzellenzcluster in der erfolgreichen Bewerbung des KIT. Die Gutachter waren insbesondere von der exzellenten Forschungsleistung beeindruckt, die das KIT in den Ingenieur- und Naturwissenschaften erbracht hat.

Die Exzellenzcluster und ihre Bedeutung

Im Rahmen der Exzellenzstrategie hat das KIT erfolgreich zwei Exzellenzcluster eingeworben, die sich mit den Themen „3D Matter Made to Order“ und „Post Lithium Storage“ befassen. Voraussetzung für den Titel einer Exzellenzuniversität ist es, dass die Institution an mindestens zwei solcher Cluster beteiligt ist. Diese Cluster fördern nicht nur internationale Wettbewerbsfähigkeit, sondern ermöglichen auch die Ausbildung von Nachwuchskräften und die Rekrutierung internationaler Spitzenwissenschaftler.

Die Exzellenzstrategie, die 2016 von Bund und Ländern ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Sie baut auf der vorhergehenden Exzellenzinitiative auf, die von 2007 bis 2017 lief und herausragende Forschungsleistungen sowie eine gute internationale Vernetzung zur Folge hatte.

Wachstum und Entwicklungen am KIT

Seit der letzten Bewilligung konnte das KIT seine Leistung erheblich steigern. So wurden knapp 50 zusätzliche Professuren eingerichtet, die Zahl der Tenure-Track-Professuren wurde gar verdreifacht, und der Frauenanteil unter den Professuren stieg um ein Drittel. KIT bleibt zudem die einzige Universität mit einem Großforschungsauftrag, was seine besondere Stellung im deutschen Wissenschaftsstandort unterstreicht.

Ab Januar 2027 werden insgesamt neun Universitäten und ein Verbund als Exzellenzuniversitäten gefördert, wodurch die Anzahl in Deutschland auf zehn Exzellenzuniversitäten und einen Exzellenzverbund steigt. Die Förderung soll darauf abzielen, die drei Säulen „Zukunft gestalten“, „Wissenschaft und Innovation vorantreiben“ und „Talente fördern“ zu stärken.

Für die Evaluation der Exzellenzuniversitäten sind wissenschaftliche Qualitätskriterien entscheidend, die von einem internationalen Expertengremium, dem Committee of Experts, festgelegt werden. Diese Gruppe setzt sich aus 39 Fachleuten verschiedener Disziplinen zusammen und bewertet die Förderanträge und die geforderten Leistungen. Die Exzellenzkommission entscheidet schließlich über die Förderungen in engem Austausch mit diesem Expertengremium.

Insgesamt zeigt die erfolgreiche Verteidigung des Titels durch das KIT nicht nur die exzellente Forschungsleistung, sondern auch die Fortschritte in der Diversität und der Akademiker-Zahl, die das Institut in den letzten Jahren erreicht hat. Die Exzellenzstrategie ist somit ein zentraler Bestandteil des Bestrebens, den deutschen Wissenschaftsstandort international wettbewerbsfähig zu halten und zu fördern.

Für weitere Informationen zur Exzellenzstrategie und deren Förderung besprechen auch die Webseiten BMFTR und DFG ausführlich die Rahmenbedingungen und Fortschritte in diesem Bereich.