Am 4. Februar 2026 begannen die Career Days im Conference Center der Universität, ein Hybrid-Event, das sowohl Online- als auch Präsenzformate umfasste. Unternehmen wie BMW, Amazon, Saab und Acronis waren unter den Teilnehmern und boten den Studierenden die Möglichkeit, sich mit führenden Arbeitgebern Europas zu vernetzen. Die Veranstaltung hatte zum Ziel, studentische Talente direkt mit der Industrie zu verknüpfen, was besonders in Zeiten eines anhaltenden Fachkräftemangels in Deutschland von Bedeutung ist.

Rund sechs Workshops, von Themen wie „Decoding German Workculture“ über Bewerbungen im KI-Zeitalter bis hin zu „Building things people actually want“, wurden angeboten. Diese Workshops waren Teil eines umfassenden Programms, das auch Podiumsdiskussionen mit Führungskräften, Alumni, Wissenschaftlern und Unternehmern umfasste. Ishansh Gupta von BMW äußerte sich positiv über den Mehrwert der Veranstaltungen für Studierende und Arbeitgeber, insbesondere in der Förderung von Durchhaltevermögen und proaktiver Herangehensweise.

Die Bedeutung für internationale Studierende

Trotz des Potenzials internationaler Studierender zur Schließung der Fachkräfte-Lücke, die laut DAAD bis 2026 rund 240.000 Fachkräfte umfassen wird, haben viele internationale Studierende unzureichende Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt. Daher ist eine frühzeitige Vorbereitung auf den Beruf unerlässlich. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass viele Präsenzberufsorientierungsmaßnahmen in virtuelle Formate umgewandelt wurden, was die Möglichkeit der Vernetzung und Informationsübermittlung erleichterte.

Die Veranstaltung bot auch professionelle Bewerbungsfotos an und individuelles Coaching vom Career Services Team, wodurch die Studierenden direkt von Experten lernen konnten, wie sie ihre Fähigkeiten effektiv präsentieren. Universitätskanzler Turgut Tülü betonte, dass erfolgreiche Karrieren oft durch eine Kombination aus Fähigkeiten, Ausdauer und wertvollen Kontakten zustande kommen. Diese Faktoren sind besonders relevant für internationale Studierende, die oft mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert sind.

Politische und wirtschaftliche Ressourcen

Die politische und hochschulische Unterstützung für internationale Studierende hat in den letzten Jahren zugenommen. Der DAAD und andere Institutionen setzen sich dafür ein, den Zugang zu Hochschulstudien und die Vergabe von Visa zu erleichtern. Darüber hinaus werden Karriere-Angebote regelmäßig erweitert, um die Integration internationaler Absolventen in den deutschen Arbeitsmarkt zu fördern. Dies schließt sprachliche Vorbereitung, Bewerbungstrainings und Praxiserfahrungen ein.

Der DAAD hat 104 Hochschulen in Deutschland über die Campus-Initiative internationale Fachkräfte unterstützt und bietet Angebote, die Vernetzung zwischen Hochschulen, Unternehmen und gesellschaftlichen Akteuren verbessern. Das Ziel ist es, internationale Studierende nicht nur während ihres Studiums, sondern auch beim Übergang in den Beruf umfassend zu begleiten.

Die Karriere Angebote wurden auch durch digitale Plattformen und virtuelle Beratungen ergänzt, die einen einfachen Zugang zu wertvollen Informationen und Netzwerkmöglichkeiten bieten. Solche Maßnahmen sind nicht nur hilfreich, sondern notwendig, um die Lücke zwischen akademischer Ausbildung und praktischer Anwendung zu schließen.