Coartec, eine innovative Ausgründung der Universität Kassel, hat kürzlich den Gründerwettbewerb Nordhessen gewonnen. Mit ihrer neuartigen Augmented-Reality-Software, die speziell für Montagearbeiter:innen konzipiert wurde, setzte sich das Unternehmen gegen zahlreiche Mitbewerber durch.

Die Software, die über eine AR-Brille bedient wird, bietet entscheidende Hilfestellungen während des Montage- und Bauprozesses. Durch die Integration von relevanten Bauteilen und möglichen Fehlerquellen sowie der korrekten Reihenfolge von Arbeitsschritten in Echtzeit, werden die Nutzer:innen direkt am Montageort unterstützt. uni-kassel.de berichtet, dass die KI-basierte Technologie zudem in der Lage ist, Montagefehler automatisch zu erkennen und den gesamten Prozess zu dokumentieren. Dies ermöglicht eine durchgängige Qualitätssicherung, die in der heutigen industriellen Fertigung von zentraler Bedeutung ist.

Effizienzsteigerung in der Montage

Die ersten Pilotprojekte zeigen vielversprechende Ergebnisse: Der Zeitaufwand für Montageprozesse konnte deutlich reduziert werden. Dies ist nicht nur ein Gewinn für die Unternehmen, sondern auch für die Mitarbeiter:innen, die so effizienter und weniger fehleranfällig arbeiten können.

Ein wichtiger Aspekt der Coartec-Software ist ihre Flexibilität. Sie basiert auf bestehenden CAD-Daten, was bedeutet, dass sie nicht nur in der industriellen Produktion, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Prototypenfertigung eingesetzt werden kann. Diese Vielseitigkeit stellt sicher, dass Unternehmen in verschiedenen Sektoren von den Vorteilen der Augmented-Reality-Anwendung profitieren können.

Das Ziel von Coartec liegt darin, komplexe Arbeitsprozesse durch den Einsatz von Technologie effizienter, fehlerärmer und nachvollziehbarer zu gestalten. Angesichts der ständig wachsenden Anforderungen in der Industrie ist diese Entwicklung besonders relevant.

Mit der Auszeichnung beim Gründerwettbewerb Nordhessen hat Coartec nun die Möglichkeit, weiter an ihrer Technologie zu arbeiten und ihre Software noch weiter zu optimieren. Die Perspektiven für zukünftige Anwendungen sind vielversprechend und könnten die Art und Weise, wie Montagearbeiten durchgeführt werden, revolutionieren.